Freizeit

Königliches Ferienprogramm in Prien am See

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Stark nachgefragt und fast überbucht war auch in  diesem Jahr der Priener Ferienprogrammpunkt “Spannende Geschichten vom See den Inseln und König Ludwig II“ mit  Helga Schömmer. Groß war die Wissbegierde zu den im Programm angekündigten Fragen wie z.B.  „ Warum König Ludwig nie mit der Chiemseebahn gefahren ist, warum der See immer kleiner wird, was es mit dem Namen Herren und Fraueninsel auf sich hat oder wie lang das längste Schiff der Firma Feßler ist“. Die perfekten Antworten zum Hafen und was alles dazu gehört erfuhren die Kinder durch den Hafenmeister Günther Hartl und der Rundgang begann auch gleich direkt in der großen Schiffswerkstatt. Auf der Übergangsbrücke zum großen Tor in die Werft gab es gleich eine Überraschung in Form von zwei Tauchern, die gerade unter Wasser die Zubringergleise auf denen die Schiffe in die Werkstatt gezogen werden, überprüften. Aufregend war es dann für alle 14 Kinder und auch die drei Betreuer staunten nicht schlecht als Günther Hartl z.B erklärte,  dass das größte Schiff auf dem Chiemsee fast auf den Zentimeter genau in die Werft passt, dass es im Winter sogar zwei Eisbrecher-Boote gibt oder was es mit den Vornamen auf den Dampfern auf sich hat. Die Fragen nahmen kein Ende und erst der Hinweis auf den anschließenden Besuch im hauseigenen Lokschuppen der Chiemseebahn konnte die Kinderschar aus der großen Schiffswerkstatt locken.

Im Lokschuppen stand gerade ein Waggon des historischen Zuges und dieser war braun nicht grün wie man es eigentlich kennt. Der Hafenmeister erklärte, dass die Waggons beim Bau vor 133 Jahren alle erst mal braun waren. Nach einem Blick auf das Kohlelager für die Dampflok ging es mit Helga Schömmer weiter zur großen Chiemsee-Panoramakarte anhand derer man die Größe des Sees und der Inseln gut erkennen konnte. Keines der Kinder wusste bislang, dass der Kirchturm vom Prien so hoch (nämlich 73 m) ist wie die tiefste Stelle im Chiemssee  – was den Kindern auch gleich auf der Karte gezeigt wurde.

Weiter ging es Richtung  „Schären“  und plötzlich hörte man laute Böllerschüsse. Nach dem sich alle von dem Schreck erholt hatten und Helga Schömmer fragte, wer denn wisse, warum gerade heute die Böller krachen meinte Anna-Lena: „ Vielleicht weil heute Kinder Ferienprogramm ist“.   Umgehend wurde sie aufgeklärt und auch der  Rest der Kinder und Betreuer erfuhren, dass König Ludwig II just am Ferienprogrammtag 175 Jahre alt geworden wäre und ihm zu Ehren Salute abgefeuert wurden.

Das war dann gleich der Auftakt zu den „Königs G’schichten“,  die am König Ludwig Denkmal an der Chiemsee Promenade erzählt wurden. Helga Schömmer ließ die Kinder raten wie groß denn der König wohl war. Carla wusste es (191 cm) und Maxim der größte der Betreuer durfte  sich unter die Königsbüste stellen und man sah, dass er doch  kleiner war als Ludwig II. Auch zu diesem letzten Thema der Führung stellten die Kinder viele Fragen und hatten sich die anschließenden Preise,  die von Eisbecher bis Pizza zu Gutscheinen für Elektrobootfahrten reichten, redlich verdient.  Mit dem Versprechen, nächstes Jahr unbedingt wieder dabei sein zu wollen verabschiedeten sich alle in die letzten Ferienwochen.

Foto: Hötzelsperger – Helga Schömmer mit der königlichen Kinderferienprogramm-Schar im Hafen von Stock

Nähere Informationen: Helga Schömmer (schoemmer@t-online.de)

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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