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Klinik Bad Trissl will sich breiter aufstellen

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

„Wenn die Patienten zu uns kommen, dann sind sie schwerer krank als früher!“ Dieses Resümee zieht der Geschäftsführer der Fachklinik für Onkologie Bad Trissl, Friedrich Wagner, bei einem Besuch des Landtagsabgeordneten Otto Lederer. Die Klinik möchte sich deshalb in Zukunft noch breiter aufstellen als bisher, um den an Krebs erkrankten Menschen in allen wichtigen Bereichen zur Seite zu stehen. Geplant ist die Einrichtung eines Bereichs der Psychoonkologie. An dem Gespräch nahmen neben Otto Lederer und Friedrich Wagner auch der Inhaber der Klinik, Senator Peter Rösner, der ärztliche Direktor, Prof. Dr. Klaus Friese, der Chefarzt Prof. Dr. Bernhard Weber sowie Oberaudorfs Bürgermeister Hubert Wildgruber teil.

Neuer Bereich der Psychoonkologie geplant:

Bislang hat sich die Klinik Bad Trissl auf vier Bereiche spezialisiert: Gynäkologie, Innere Medizin, Onkologie und rehabilitative Medizin. Neu hinzukommen soll nun der Bereich der Psychoonkologie. In dieser Abteilung würden die Patienten Unterstützung für Psyche und Geist im Kampf gegen den Krebs erhalten. „Die Gesundheit ist das wichtigste Gut des Menschen. Ziel muss deshalb sein, alle wirksamen Methoden auszuschöpfen, die den Menschen in dieser schweren Zeit helfen“, erklärt Otto Lederer. Lederer sagte deshalb auch der Klinikleitung zu, das Vorhaben, einen Bereich der Psychoonkologie einzurichten, im Rahmen seiner Möglichkeiten als Abgeordneter zu unterstützen. Derzeit sind 30 Betten zur Behandlung von psychosomatischen Erkrankungen geplant.

 Spezialbehandlungen im ländlichen Raum möglich:

 Neben den geplanten 30 Betten für die Psychoonkologie hat die Klinik aktuell Platz für 60 Reha-Patienten. Den größten Teil machen jedoch diejenigen Patienten aus, die mit akuten Fällen nach Oberaudorf kommen. Hierbei sprechen wir von möglichen 130 Patienten. Diese können laut Senator Roesner trotz der ländlichen Lage der Klinik auch Spezialbehandlungen in Anspruch nehmen: „Wir haben einen Verbund mit anderen medizinischen Einrichtungen in München gegründet. Dadurch wird es uns möglich, spezielle Maßnahmen wie zB die Mamma-MRT zur Frühdiagnose von Brustkrebserkrankungen durchzuführen und den Patienten dennoch stationär in Oberaudorf zu behandeln!“

Eine dieser Behandlung gegen Krebs dauert in der Regel eine Woche. „Früher waren die Patienten im Durchschnitt 22 Tage bei uns in der Klinik“, erklärt Professor Dr. Friese. Diese Zahlen belegen, dass die Patienten mittlerweile relativ spät mit schwereren Erkrankungen als früher in die Klinik kommen, so Friedrich Wagner.

Senator-Rösner-Stiftung:

Zur finanziellen Unterstützung der Patienten und für die Forschung gegen Krebserkrankungen hat der Klinikinhaber die Senator-Rösner-Stiftung gegründet. Mit dieser sammelt die Klinik jedes Jahr Geld, das krebskranken Menschen und der Forschung zugutekommt.

Fotos: Beratung in der Trissl-Klinik mit MdL Otto Lederer

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist und Leiter der Gäste-Information Samerberg bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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