Kultur

Kieferer Krippenweg findet heuer zum 12. Male statt

Der zur Tradition gewordene Kieferer Krippenweg findet heuer ohne Einschränkungen und inzwischen zum zwölften Male statt. „Wer sich weihnachtliche Stimmung holen will, ist auf dem Krippenweg bestens aufgehoben“, so Initiator und Krippenbauer Roland Schmidt vom Kieferer Bündnis für Familie, dem Veranstalter des Kieferer Krippenweges. Das Motto lautet: „Spazierengehen von Schaufenster zu Schaufenster und im Freien Schauen und Staunen, was aus den Fenstern heraus verkündet wird.“

Das Konzept ist einfach: Freunde von weihnachtlichen Krippendarstellungen aus Tirol und Altbayern stellen ab dem zweiten Advent (Sonntag, 5. Dezember) täglich über 30 Krippen in den Schaufenstern in der Dorfstraße und in der Kufsteiner Straße aus. Gezeigt wird alles an weihnachtlichen Darstellungen, von der Schülerkrippe über liebevolle Laiendarstellungen bis zur hohen Krippenkunst. „Wir laden alle ein, Weihnachtsstimmung zu tanken und beim Gang entlang des Krippenweges der Alltagshektik zu entfliehen und in Ruhe, Besinnung und mit Abstand inne zu halten,“ wirbt Roland Schmidt. Höhepunkte sind die große Krippenlandschaft in der Alten Pfarrkirche am Bergfriedhof (täglich 9 Uhr bis 18 Uhr) und die Figurenkrippe von Professor Emil Hipp in der Pfarrkirche Heilig Kreuz (täglich von 8 Uhr bis 18 Uhr). Hierfür zeigt sich der Kieferer Krippenverein verantwortlich, welcher noch mit einer weiteren Besonderheit aufwartet: Hinter der großen Fensterfront des Pfarrheimes wird die komplette Simultan-Krippe von Seffi Pichlmaier aus Bernau aufgestellt.

An den Sonntagnachmittagen erstrahlt zudem der Biergarten des in diesem Sommer neu eröffneten und generalsanierten Bergwirts in vorweihnachtlichem Flair. Dabei präsentieren heimische Anbieter ihre Waren und auch das Kieferer Puppentheater ist vor Ort.

Krippenkunst hat im Inntal und in Kiefersfelden lange Tradition

Auf eine lange Krippentradition können auch das Altbayerische und Tiroler Inntal zurückschauen. So wurde mit der Aufstellung von Hauskrippen seit jeher ein Mittelpunkt für familiäre Weihnachtsfeiern geschaffen. Erstmals amtliche Erwähnung fand die Kieferer Kirchenkrippe im Jahr 1822 als von „volkstümlicher Schaufreude“ und einer „ungeheuren Weihnachtskrippe“ die Rede war, die die Hälfte der Kirche ausfüllte. Mit viel Liebe und handwerklicher Kunst entstanden über viele Jahre bis in die heutige Zeit im Inntal Krippen verschiedenster Formen und Stilrichtungen. Sie alle bezeugen die dörfliche Gläubigkeit und Tradition in der Advents- und Weihnachtszeit.  Die Faszination der Menschen für den Krippenbau und die Lust am Krippenschauen inspirierte das Kieferer Bündnis für Familie, diesen Krippenweg entlang der Kieferer Dorfstraße zu realisieren. Krippenfreunde aus Tirol und Altbayern, von Breitenbach bis Wasserburg, stellen ihre wertvollen Krippen zur Verfügung und die Ladenbesitzer machen ihre Schaufenster frei. Zu jeder Krippe gibt es eine ausführliche Beschreibung. Die Krippendarstellungen in den Schaufenstern sind täglich bis 22 Uhr beleuchtet.

Auch die örtliche Gastronomie mit den Gasthöfen, Cafes und Weinlokalen stellt sich gerne auf Krippenwegbesucher ein. Zum Parken wird der Platz gegenüber der Sebastiankapelle, dem Beginn des Krippenweges oder 300 Meter weiter der Platz am Innsola und Rathaus empfohlen.

Fotos: Roland Schmidt / Kieferer Krippenverein – Eindrücke vom Krippenweg in Kiefersfelden

Beitrag entstand in Kooperation mit dem Wendelstein Anzeiger – www.wendelstein-anzeiger.de

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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