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Kardinal: „Verfassung ist ein Dokument der Hoffnung“

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Kardinal Reinhard Marx hat die Bayerische Verfassung als ein „Dokument der Hoffnung, dass Menschen fähig sind zur verantwortlichen Freiheit“ bezeichnet. Dieses zentrale Rechtsdokument sei christlich fundiert, „weil wir Christen Menschen der Hoffnung sind, die glauben, dass mit jedem etwas anzufangen ist, wenn er seine Vernunft anstrengt, seine Begabungen entfaltet und das Grundgesetz der Solidarität, Nächstenliebe und Achtung vor dem anderen im Blick hat“, sagte der Erzbischof von München und Freising, am Freitag, 7. Februar, bei einem Festakt im Bayerischen Landtag zur Verleihung der Bayerischen Verfassungsmedaille. Es brauche einen engagierten Einsatz für die Würde jedes Menschen, unabhängig davon, „ob dieser Mensch von woanders hergekommen ist, ob er eine andere Hautfarbe oder Religion hat und welche sexuelle Orientierung er hat“, so Kardinal Marx, der selbst Träger der Bayerischen Verfassungsmedaille in Gold ist. Jeder Mensch habe eine unverletzliche Würde, „und dafür einzutreten, ist Grundlage der Verfassung“.

„Jeder Rassismus und Antisemitismus oder jede Verächtlichmachung anderer Menschen, Nationen und Kulturen kann nicht zukunftsweisend sein, sondern ist abzulehnen“, bekräftigte Marx. Ohne eine ordnende Rechtstaatlichkeit und Verfassung gebe es keine „verantwortliche Freiheit“, sagte der Kardinal und betonte zugleich, diese Freiheit müsse von der Gesellschaft mit Leben gefüllt und „immer neu erkämpft werden im täglichen Engagement“. Dieses Engagement hätten die mit der Verfassungsmedaille ausgezeichneten Frauen und Männer nachweislich geleistet: „Sie sind Menschen, die mehr tun, als sie tun müssen.“ Die Verfassungsmedaille wurde in diesem Jahr vier Mal in Gold und 39 Mal in Silber verliehen. (hs)

Bericht: Erzbischöfliches Ordinariat

Foto: Hötzelsperger – “V

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Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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