Brauchtum

Jahrtags-Versammlung beim Trachtenverein Hittenkirchen

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Trotz regnerischem Wetter war die Beteiligung am Jahrtag mit Kirchgang und Versammlung überaus zahlreich beim Trachtenverein „Almenrausch“ Hittenkirchen. Bei der Berichterstattung im Trachtenheim konnte Erster Vorstand Christoph Kaufmann von guten Veranstaltungen,  von positivem Mitgliederzuwachs und von einer erfolgreichen Stadel-Baumaßnahme berichten.

Dem Gottesdienst mit Kaplan Stefan Leitenbacher in der Kirche „St. Bartholomäus“ folgten ein Gedenken für die verstorbenen Vereinskameraden im Friedhof und die Versammlung zum 96. Vereinsjahr. Hierzu konnte Vorstand Kaufmann auch einige Ehrenmitglieder, Alt-Bürgermeister Klaus Daiber und Ersten Bürgermeister Philipp Bernhofer begrüßen. Beim Totengedenken wurde besonders an die vor wenigen Monaten verstorbene Barbara Fleckinger erinnert, die mit 95 Jahren und 77 Mitglieds-Jahren die älteste Trachtlerin im Verein war. Schriftführerin Andrea Scheck informierte, dass bei fünf Theater-Vorstellungen unter der Leitung von Franz Wörndl mit 1.100 Zuschauern ein neuer Besucherrekord aufgestellt werden konnte. Vierzig Kinder machten sich im Winter auf den Weg zum Klöpfelgehen, ihr Erlös von 1.200 Euro kam der Bürgerstiftung Bernau zugute. Vielfältig waren und sind die Nutzungen im vereinseigenen Trachtenheim, zum Beispiel beim Pfarrabend, im Fasching, bei den Tanzkursen mit Florian Wörndl oder bei Firmen-, Familien- und Geburtstagsfeierlichkeiten.  „Die Viehzuchtgenossenschaft, der Maschinenring, die Sparkasse, die Volksbank Raiffeisenbank und weitere Veranstalter waren allesamt recht zufrieden, so dass wir hoffnungsvoll den zukünftigen Veranstaltungen entgegensehen können“, so Christoph Kaufmann, der dann einlud zur Trachtler-Wallfahrt am 25.Mai nach Raiten (mit Vereinsmitglied Seppi Steindlmüller als Pfarrer), zum Dorffest der Ortsvereine am 23. Juli (Ausweichtermin 25. Juli), zum Vereinspreisplatteln am 12. August, zum Kirtatanz am 24. August und zum Sänger- und Musikanten-Hoagascht am 7. Oktober. Am Gautrachtenfest beim Nachbarsverein „Daxenwinkler“ Atzing am 30. Juli (mit der Musikkapelle Söchtenau) und an den weiteren Gaufestveranstaltungen wollen die Hittenkirchener Trachtler möglichst zahlreich dabei sein.

Vereinsstadel doch noch zu einer Erfolgsgeschichte geworden

Eine lange, aber dennoch erfolgreiche Geschichte ist der Vereinsstadel, den zu bauen die Vorstandschaft vor vier Jahren aufgrund räumlicher Engpässe bei der Unterbringung von Vereinsinventar beschloss. Viele Gespräche in der Vorstandschaft, mit der Gemeinde, mit dem Landratsamt sowie mit den Ortsvereinen gingen dem Baubeginn im vergangenen November voraus. Vor 14 Tagen konnte nunmehr die Hebfeier stattfinden. Für den Bau des nunmehr fast fertigen Stadels erbrachten die Mitglieder des Trachtenvereins bislang 560 ehrenamtliche Arbeitsstunden, bis zum Bauende werden es rund 700 Stunden sein. Vorstand Christoph Kaufmann dankte einer großen Zahl an Geldspendern, unter anderem der Gemeinde, die neben dem Grund auch noch 5.000 Euro zur Verfügung stellte sowie als weitere Einzelspender die Volksbank Raiffeisenbank und der Veteranenverein des Ortes (jeweils 1.000 Euro) und die Aktiven des Vereins mit 500 Euro. Groß war auch die Bereitschaft der Firmen und Leute bei den Sachspenden was Kaufmann zu der Aussage bewog: „Unser Verein wird in der Bevölkerung positiv wahrgenommen, wir erfahren viele Zeichen der Wertschätzung und das tut gut“.

„Es ist schon beeindruckend, was in Hittenkirchen im Trachtenverein und in der Dorfgemeinschaft geschieht“, mit diesen Worten begann Bürgermeister Bernhofer sein Grußwort. Dabei erinnerte er daran, dass vor drei Jahren am Jahrtag sein erster offizieller Amts-Termin war und dass er seither gerne Mitglied beim Trachtenverein ist und dessen Belange auch nach Möglichkeiten unterstützt. Dazu gehört auch, dass der Obstanger unmittelbar neben dem Trachtenheim nicht bebaut werden soll, sondern erhalten bleibt. Zu diesem Thema sagte Vorstand Kaufmann: „Heimat bewahren, das ist eine ureigenste Aufgabe des Trachtenvereins“. Weitere sagte er: „In einer Zeit der Digitalisierung und der elektronischen Post ist es notwendig, wieder mehr persönlich zu diskutieren und zum Diskutieren zusammenzurücken“. Die musikalische Gestaltung der Versammlung übernahm die Wildenwarter Blaskapelle.

Fotos: Hötzelsperger  – 1. Eindrücke von der Jahrtags-Versammlung beim GTEV Hittenkirchen mit der Blaskapelle Wildenwart und Bürgermeister Philipp Bernhofer

Über den Autor

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Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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