Brauchtum

Höchstes Lob für Bayerns Trachtler in Altötting

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

„Die bayerischen Trachtler sind die besten Botschafter im schönsten Land der Welt“ – mit diesen Worten begann Ministerpräsident Dr. Markus Söder seine Willkommensgrüße an alle Trachlerinnen und Trachtler des Gauverbandes I, mehr noch: „Ohne Euch wäre Bayern nicht Bayern“. Herzenswarme  Gastfreundschaft verspürten die Trachtlerinnen und Trachtler des Gauverbandes I beim diesjährigen Gaufest in der Wallfahrtsstadt  Altötting. Wie stolz sie alle auf ihre Heimat sind, wurde beim würdigen Abschluss des Gottesdienstes spürbar, als sie gemeinsam musikalisch begleitet von allen 38 Musikkapellen die Bayernhymne sangen.

 Über 7.000 Trachtlerinnen und Trachtler waren gekommen, um das Gaufest des Gauverbandes I zu feiern. Angeführt von ihren kunstvollen Fahnen zogen sie, gekleidet in ihren wunderschönen, farbenfrohen Festtrachten gemeinsam in den Kapellplatz ein, um dort den Höhepunkt, den Festgottesdienst, zu feiern. Eigens für dieses Großereignis wurde die schwarze Madonna aus ihrer Einbettung, der Gnadenkapelle entnommen, um auf dem Kapellplatz „mitten unter uns“ ihren schützenden Mantel auszubreiten.

In seiner Predigt ermutigte Prälat Günther Mandl die Gottesdienstteilnehmer, ihre besonderen Erkennungsmerkmale auch in Zukunft beizubehalten. Dabei hob er besonders die Liebe und Verbundenheit mit der Heimat, die tiefe Verwurzelung in Tradition und Geschichte, und die Beachtung der christlichen Werte und Normen hervor. Hilfsbereitschaft, Nächstenliebe und Kameradschaft, die Förderung des Lebens in all seinen Formen und Phasen, die Erhaltung der Schöpfung, sowie die Wertschätzung von Ehe und Familie haben einen besonderen Stellenwert, so Mandl. Er rief zu  Bereitschaft zum Engagement hier und heute für soziale Gerechtigkeit, für den Frieden im Kleinen wie im Großen, sowie die Treue zu Gott, zu Christus, zu Kirche und Papst, zum Bischof, zur Muttergottes und zum Gnadenort Altötting, dem Herzen und Nationalheiligtum Bayerns auf.

Erster Gauvorstand, Peter Eicher dankte dem austragenden Verein, dem Volkstrachtenverein Altötting, dem Schirmherrn und ersten Bürgermeister, Herbert Hofauer sowie allen fleißigen Helfern für ihre tatkräftige Unterstützung zur Ausrichtung des Gaufestes. Mit seinem in bayerischer Mundart vorgetragenen Leitgedanken „was boaresch is, muaß boaresch bleim“ animierte er die Zuhörer zum Erhalt der Trachtensache. An die verantwortlichen Vertreter aus der Politik trat er mit der Bitte heran, dem Ehrenamt mit neuen Gesetzen die wertvolle Arbeit nicht zu erschweren.

Überwältigt von den vielen unterschiedlichen Trachten, getragen von Kindern, jugendlichen und erwachsenen Trachtlern zeigten sich die unzähligen Besucher.Begeistert und taktangebend durch die Musikkapellen dankten sie mit ihrem Applaus den vielen Teilnehmern aus Nah und Fer n. Sie alle wurden Zeugen von gelebtem Brauchtum und Liebe zur Bayerischen Heimat.

© Ingeborg Erb, Gaupressewart Gauverband I

Fotos: Hötzelsperger – Luftaufnahme: Klaus Vierlinger

Im Weiteren der Leitgedanke von Peter Eicher, 1. Gauvorstand Gauverband I, dem am Vorabend beim Gauheimatabend durch Landrat Georg Grabner vom Berchtesgadener Land die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland überreicht (eigener Bericht folgt).

Was boaresch is, muaß boaresch bleim!

136 Johr is iaz scho her, wias domois den ersten Trachtenverein ham gründ

und wia ma heit feststoin ko, war dees  gwis  koa  Sünd.

In Fischbachau, in Aschau und in Feinboch

ham see emfois junge Leit denkt,

dees is a guate  Sach, dees mach ma noch.

Dee Trachtenvereine ham den ganzen a Profil dann gem,

und nua wenn ma weidahin standhaft bleim,

wead dee Trachtensach nu viele Generationen weida lem.

Duat dee moderne und schnoilebige Zeit a nu a so drucka,

mia lossn uns ned auf z´seitn rucka.

Ziang ma selbstbewusst und mit Stoiz  o  dees scheene Trachtengwand,

do samma zu den verschiedensten Anlässen oiwei krecht und sauwa beinand.

Dazua keat a unsa christlicha Glam zu jeda Stund,

sunst  laft  dees  Ganze ned so rund.

Hoit ma a in Zukunft trei und fest zum Trachtenstand,

so wia`es keat fia unsa Bayernland.

Und doama uns ned hinum und ned herum reim,

denn:  wos boaresch is, muaß boaresch bleim!

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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