Tourismus

Dreifaches Jubiläum in Sachrang

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

„Dreimal 10 Jahre jung!“ – Unter diesem Motto feierten gleich 3 Institutionen des Prientals von Aschau bis Sachrang ihr 10jähriges Jubiläum am 19.Mai in den Kaiserblickstubn in Sachrang vor der wundervollen Kulisse des Zahmen Kaisers bei Kaiserwetter. Zum Frühschoppen geladen hatten die Jubilare „Lebendiges Sachrang e.V., „Sachrang Stiftung“ und die Gruppe „Bauernland und Bauersleut“ zu einer stimmungsvollen, niveauvollen und harmonischen Feier, die von der „Frasdorfer Tanzlmusi“ mit unverfälschter und stilvoller Volksmusik veredelt wurde. Eine Besonderheit dieses Konzerts war neben der unnachahmlichen Volksmusikdarbietung ein weiteres Jubiläum, nämlich das 50jährige der Frasdorfer Tanzlmusi. Den Beweis, dass echte Musik über alle Jahre jung erhält, lieferten diese Musiker mit jugendlichem Elan und perfekten Darbietungen, ein selten zu hörender Genuss.

Nach dem Musikbeginn begrüßte ein Theatersketch die Feiergäste mit einer Frühschoppen-Darstellung im Himmel über den Wolken von Sachrang. Es trafen sich zu ihrem wöchentlichen Stammtisch der Stiftungsgründer Robert Huber (Horst Trappmann) und der Peter Huber genannt Müllner Peter von Sachrang (Sebastian Pertl). Sie begeisterten mit Humorigem aus dem Priental und fielen fast aus den Wolken, als sie mit dem Fernglas zur Erde blickend nach den feschen Madeln der Sachrang-Preis-Trägerinnen 2019 von „Bauernland & Bauersleut“ schauten. Großer Beifall dankte den Oscar-reifen Darstellern und leitete in bester Stimmung zur Begrüßung der Gäste durch die Gastgeberinnen, Lilo Trappmann, Monika Pfaffinger und Kathrin Thaurer über, die mit fröhlichen und engagierten Worten die Gäste und Ehrengäste willkommen hießen. Dazu gehörten der Erste Bürgermeister Peter Solnar mit Gattin, MDL a.D. Adolf Dinglreiter als großer Gönner Sachrangs, Frau Schwarz aus München – gute Freundin von Robert Huber, Herr Wolfgang Bude als Sachrang-Preisträger 2015 mit Gattin, Herr Karl Stankiewitz mit Gattin, Autor und DAV-Engagierter, Fürstin Isenburg, Graf Saurma, Frau Dr. Goldhammer, Frau Professor Margit-Anna Süß-Schellenberger, Zweiter Bürgermeister Max Pfaffinger, sowie Gemeinderäte und Vereinsvorstandsmitglieder.

Nach einem weiterem Volksmusikgenuss stellte die 1. Vorsitzende Lilo Trappmann die Arbeit des Vereins „Lebendiges Sachrang“ vor. Sie hob dabei besonders hervor das Engagement für die Umweltbildung in Aschau und Sachrang, das Schüler-Bildungsprogramm mit „Die DonnerstagsAG“ und Schüler-Einzel-Coaching , Bewusstseinsmachung des Naturschutzgebietes Geigelstein als Alleinstellungsmerkmal und ökologische Schatztruhe durch Veranstaltungen sowie Ausstellungen, Vermittlung des Alm-Musik-Kulturgutes „Jodler“, Unterstützung der Kultur-Landschaftspflege, des Landkindergartens St. Michael und des Sachranger Dorfladens, impulsgebende Kamingespräche mit Experten, Mitarbeit beim Prädikat „Bergsteigerdorf“, unzählige Gespräche mit Entscheidungsträgern und unermüdliches Bemühen um viele weitere Projekte in gemeinsamer Anstrengung.

Danach gab der stellvertretende Vorsitzende der Sachrang Stiftung Dieter Höpfner in einem launigen Vortrag einige Einblicke in das Wirken der Stiftung, die mit über 400.000.- € zu den „mittleren“ gehört und große Anstrengungen erfordert, um in der derzeitigen Null-Zins-Situation das Grundstockvermögen zu erhalten und gleichzeitig den Förderauftrag des Stifters und der Gesetze zu   erfüllen. Wie gut dies erreicht wurde, beweisen die viermalige Vergabe des Sachrangpreises mit einem Förderbetrag von je 2000.- € und die 14 jährlichen Förderungen zu je 500.- bis 1500.- €. Gefördert wurden unter anderem: Wintersportverein Sachrang, Kindergarten Sachrang, GTEV D’Geigelstoaner, Ökumenischer Frauenkreis , Lebendiges Sachrang, Klassenmusizieren der Preysing Grundschule, Musik Forum Sachrang, Freundeskreis Müllner Peter, Museumsverein Müllner Peter, Bergwacht Sachrang-Aschau Jugendgruppe, Helferkreis der Gemeinde Aschau, Katholische Kirche Sachrang mit Renovierung der St. Michaelsfigur usw.   Höpfner erinnerte an die verdienstvollen Anstrengungen des heutigen Stiftungsratsvorsitzenden Georg Antretter. Er überzeugte den Gründer Robert Huber, der sein gesamtes Vermögen einbrachte, die Stiftung für das Priental und nicht irgendwo anonym einzurichten. Eine große Leistung die sich in den zu fördernden Stiftungszielen ausdrückt: Bürgerschaftliches Engagement, Kunst und Kultur, Bildung und Erziehung, sowie Heimatpflege im Priental. Die Stiftung wird weiterhin ihr Engagement und ihre Tätigkeit ausrichten an dem Auftrag Robert Huber’s: „Vorangehen – die anderen kommen schon nach“.

Dann erfreute ein humorvoller Theatersketch der Gruppe „Bauernland & Bauersleut die fröhlich gestimmten Gäste und führte in die Aktivitäten dieser engagierten und begeisternden Bäuerinnen und Landfrauen ein.

Kathrin Thaurer berichtete über die Anfänge und Entwicklung  und wie die acht engagierten Frauen von „Bauernland & Bauersleut – Bergblumen & Bergg’schichten ihre Idee leben, wie sie arbeiten mit der Natur und mit den Teilnehmern der Führung „Bergblumen & Bergg’schichten“ zu  den schönsten Aussichtspunkten, Blumenwiesen und botanischen Raritäten wandern. Seit nunmehr 10 Jahren bieten diese bewundernswerten Frauen diesen touristischen sowie Natur -, Kultur – und Geschichts – bezogenen Beitrag und zwar täglich den ganzen Sommer – von Pfingsten bis Anfang Oktober – auf der Kampenwand mit bisher fast 30.000 Gästen. Alle Frauen der Gruppe lieferten dann informative Beiträge und wundervolle Geschichten aus ihrer Arbeit, sodass man am liebsten gleich mit ihnen losgezogen wäre. Mit einem gemeinsamen Jodler, geleitet von …. Schlemer endete dieser begeisternde Beitrag mit stehendem Applaus.

Dies machte so recht deutlich, warum diese außerordentlichen Frauen mit dem Sachrang-Preis 2019 der Sachrang Stiftung und 2000.- € gefördert werden sollten

Die Erste Vorsitzende der Sachrang Stiftung Monika Pfaffinger verlas die auf Urkunde gedruckte lange Laudatio und überreichte gemeinsam mit dem Geborenen Mitglied Erster Bürgermeister Peter Solnar den Sachrang Preis 2019. Alle hoch geehrten Preisträgerinnen wurden vorgestellt. Es sind dies Kathrin Thaurer, Christine Pfaffinger, Elisabeth Aringer, Christine Danner, Regina Schlemer, Hedy Hoesch, Marianne Hamberger, Rosmarie Burger, Monika Schmid, die leider verhindert war.  Im Namen der Sachrang Stiftung wurde dann noch Rupert Schauer, Steuerberater und Musiker der Frasdorfer Tanzlsmusi, für seine Mitgründung und stete Unterstützung der Stiftung mit Dankes-Urkunde, Musik-CD des Musik Forum und Brotzeitkörberl geehrt.

Abschließend beschenkte der Erste Bürgermeister in Verkehrung des Satzes „hinter jedem starken Mann, steht eine starke Frau“ die aktiven Frauen mit einem Flascherl guten Schnaps und die organisierenden Männer mit Blumen. Der Zweite Stiftungsratsvorsitzende Sebastian Pertl fand motivierende Schlussworte und dankte den Organisatoren und den Landfrauen zusätzlich für ihr grandioses Kuchenbuffet. Georg Antretter, der Moderator der Feier beschloss das gelungene Fest mit einem großen Dank an die wunderbare Frasdorfer Tanzlmusi, an den exzellenten Wirt mit seinem Team für die begeisternden, regionalen Köstlichkeiten  und an den Ersten Bürgermeister für seine großzügige Unterstützung dieses 10jährigen Jubiläums.                                                                                                                                                                     

Bericht und Bilder: Dieter Höpfner

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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