Kultur

Dramasuri in Prien – Hommage an Karl Valentin

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Dramasuri wäre nicht Dramasuri, gäbe es da nicht eine Verbeugung vor dem großen bairischen Komödianten Karl Valentin. „Karl & Valentin – nomoi nei“ – also nochmal neu ist kein Stück von „KV“, vielmehr ist diese Tanz-Theater-Clownerie eine ganz eigenständige Spiegelung: Die beiden Lageristen Karl und Valentin, ein ungleiches Paar (gespielt von Emmeran Heringer und Andreas Schwankl), stehen ratlos vor einer Überseekiste mit den Initialen „K.V.“ Ansonsten gibt es keinerlei Hinweise auf den Inhalt oder die Herkunft. Die Neugierde siegt – die Kiste muss geöffnet werden. Die Arbeiter verfolgen ein Ziel – und scheitern gemeinsam. Die Hommage an den Komödianten Karl Valentin ist eine wilde Mixtur aus Sprache und Bewegung. Immer wieder blitzen Figuren, Eigenheiten und natürlich der Humor des genialen Künstlers auf. Die beiden Tänzer ziehen alle Register ihrer Ausbildung zum Clown und Gärtner (Heringer), Schauspieler und Schreiner (Schwankl). Sie stolpern in absurde Situationen und suchen den Sinn hinter den Bewegungen und Wörtern. Der gebürtige Rosenheimer Emmeran Heringer hat als Clown mit verschiedenen Ensembles gearbeitet (z.B. RigoL & tOrF, HeadFeedHands, Theater Kunstdünger). 2010 erhielt er das Förderstipendium der Stadt Rosenheim. Andreas Schwankl, ebenfalls in Rosenheim gebürtig, wollte eigentlich Balletttänzer werden. Nach der Lehre und einem Schauspielstudium am Max-Reinhardt-Seminar in Wien gab es mit den Engagements in Hamburg und Berlin immer wieder die Möglichkeit zu tanzen. Zurück in der Heimat entwickelt er nun eigene Theaterprojekte. Aufführungen am Sonntag, 6. August, 11 Uhr (Matinée), Samstag, 12. August, 17 Uhr. Eintritt 10 Euro, Kinder 6 Euro. Karten an der Dramasuri-Theaterkasse sowie im Vorverkauf bei servus.heimat in der Priener Bahnhofsstraße. www.dramasuri.de

Fotos: Anita Berger

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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