Der vorliegende Lagebericht soll die aktuelle Situation in Stadt und Landkreis Rosenheim zu Erkrankungen mit dem neuartigen Coronavirus (COVID-19) widerspiegeln. Die Daten beruhen auf den Meldedaten nach dem Infektionsschutzgesetz bis zum 18.02.2021 24 Uhr. Aufgrund von Aktualisierungen kann es zu Veränderungen kommen.

Aktuelle Lage:

Das Staatliche Gesundheitsamt Rosenheim weist darauf hin, dass sich der seit Ende Dezember abzeichnende klare Trend für eine Abschwächung des Infektionsgeschehens in der Region weiterhin fortsetzt. In Stadt und Landkreis Rosenheim sank seit dem 25. Januar der Wert der 7-Tage-Inzidenz (Zahl der Fälle bezogen auf 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen) kontinuierlich: Im Landkreis fiel der Wert von 109,4 auf zunächst 42,9 am 13. Februar; seit dem 14. Februar kam es zu einem leichten Anstieg auf zuletzt 51,7 am 18. Februar. In der Stadt sank die 7-Tage-Inzidenz von 129,0 auf zuletzt 36,2 am 18. Februar.

Seit dem letzten Wochenbericht wurden dem Gesundheitsamt Rosenheim täglich zwischen drei und 37 neue Fälle gemeldet. Durch die abgesunkenen täglichen Meldezahlen fällt es zunehmend leichter, die Quelle einer Ansteckung zu ermitteln und die Infektionsketten nachzuverfolgen. Das Gesundheitsamt Rosenheim kann die positiv Gemeldeten weiterhin tagesaktuell telefonisch und schriftlich über ihre Infektion informieren und die erforderlichen Infektionsschutzmaßnahmen anordnen. Auch die engen Kontaktpersonen können zeitnah kontaktiert und ebenfalls eine häusliche Quarantäne angeordnet werden.

„Somit besteht in der Stadt und im Landkreis Rosenheim weiterhin ein robuster Abwärtstrend des Infektionsgeschehens insgesamt, auch wenn die täglichen Fallzahlen nunmehr nicht mehr so deutlich absinken wie in den letzten Wochen. Die Stadt liegt nunmehr sehr nahe an dem durch die Ministerpräsidentenkonferenz festgelegten Grenzwert einer 7-Tage-Inzidenz von 35. Die harten Beschränkungsmaßnahmen der Staatsregierung zeigen Früchte“, berichtet Hierl.

Infektionsübertragungen ereignen sich weiterhin überwiegend im privaten Umfeld. Bedeutung haben auch kleinere Ausbrüche in Einrichtungen wie Kliniken, Pflege- und Behindertenheimen. Es ereignen sich auch wieder einzelne Fälle in Schulen und in den Notbetreuungen der Kitas.

Erfreulicherweise werden in Stadt und Landkreis weiterhin in immer mehr stationären Einrichtungen sowie im Impfzentrum Erst- und Zweitimpfungen vorgenommen:

Insgesamt sind ca. 18.700 Impfungen seit Impfstart vor allem in Alten- und Pflegeheimen, Krankenhäusern sowie dem gemeinsamen Impfzentrum von Stadt und Landkreis Rosenheim auf der Loretowiese erfolgt. 11.900 davon waren Erstimpfungen, 6.848 Zweitimpfungen. Insgesamt 6.732 dieser Impfungen wurden in stationären Einrichtungen sowie betreuten Wohnformen in Stadt und Landkreis Rosenheim verabreicht. Erfreulicherweise sind nun auch größere Mengen an Impfstoff angekündigt, sodass demnächst auch vermehrt Impfungen im Impfzentrum geplant sind.

Es wird darauf hingewiesen, dass für die Impfungen im Impfzentrum eine Registrierung unter https://impfzentren.bayern zu erfolgen hat. Die bayerische Software errechnet automatisch nach bestimmten Algorithmen die Priorisierung anhand der erfolgten Angaben des Bürgers, das Impfzentrum und das Gesundheitsamt können hierauf keinen Einfluss nehmen. Bitte sehen Sie daher von Anfragen zur Höherpriorisierung oder vorgezogenen Impfungen an das Impfzentrum oder das Gesundheitsamt ab. Die Impfberechtigung muss am Impftag belegt werden (z. B. mittels eines gültigen Ausweisdokuments oder einer Arbeitgeberbescheinigung). Bisher haben sich 50.636 Menschen auf der Registrierungsplattform angemeldet.

„Sehr bedenklich sehe ich die teilweise in der Öffentlichkeit geäußerten Vorbehalte gegen eine Impfung mit der Vakzine der Firma AstraZeneca. Der Impfstoff ist im Zulassungsverfahren – wie auch die bisher zugelassenen mRNA-Impfstoffe – als sicher und wirkungsvoll getestet worden. Aufgetretene Reaktionen nach der Impfung entsprechen nach Aussagen des Paul Ehrlich-Instituts den erwartbaren Reaktionen nach einer Impfung, wie zum Beispiel Kopf- und Gliederschmerzen, Schwindel und Fieber. Ich sehe es als großes Privileg, gegen das Pandemievirus geimpft werden zu können und verstehe Vorbehalte gegen einzelne Impfstoffe nicht“, beurteilt Hierl. „Ich appelliere daher an alle Bürgerinnen und Bürger, denen ein Impfangebot gemacht wird, dieses auch anzunehmen. Die Impfung dient Ihrem Schutz aber auch dem Ihrer Nächsten und der Allgemeinheit. Es kursieren einige Gerüchte über Impfschäden durch die Corona-Impfstoffe. Schenken Sie dem keinen Glauben, die Vorteile der Impfung überwiegen nach der Studienlage bei weitem mögliche Nebenwirkungen“, so Hierl.

Das Gesundheitsamt nimmt auch das Auftreten der besorgniserregenden Virusvarianten in Deutschland sehr ernst: „Das Auftreten und die Verbreitung der Virusvarianten machen uns große Sorgen! Sie können den Verlauf der Pandemie verschlimmern, zu einer schnelleren Verbreitung der Infektionen, zu schwereren Verläufen und zu einer Überlastung der Intensivstationen führen. Unklar ist momentan die Datenlage, ob von einzelnen Varianten auch eine schlechtere Schutzwirkung der Impfung resultieren kann. Deshalb ist es umso wichtiger, die bekannten Regeln – Kontaktreduktion, mind. 1,5 Meter Abstand halten, Hygieneregeln beachten, Masken tragen und lüften – konsequent einzuhalten, um die Ausbreitung der Virusvarianten zu verlangsamen. Auf Reisen sollte derzeit unbedingt verzichtet werden.“

Auf der Internetseite des Robert-Koch-Instituts sind die Gebiete mit einem erhöhten Auftreten der Virusvarianten ausgewiesen:

https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogebiete_neu.html

Mittlerweile zählen auch Großteile Tirols dazu. In der Rosenheimer Region ist bisher weiterhin lediglich ein bestätigter Fall einer neuen Virusvariante (Südafrika-Variante) aufgetreten, über den bereits berichtet wurde.

Fallzahlenentwicklung:

Seit dem letzten Wochenbericht mit Stand 11.02.2021 24 Uhr wurden dem Gesundheitsamt 158 neue Fälle (am 11.02. 162) für Stadt und Landkreis Rosenheim gemeldet. Bisher sind insgesamt 13.212 Fälle von COVID-19 in Stadt und Landkreis Rosenheim aufgetreten (Landkreis: 10.390, Stadt: 2.822). Mittlerweile wurde bei mindestens 12.165 Personen eine Genesung dokumentiert. 472 Personen (am 11.02.: 462) sind bis zu diesem Zeitpunkt an der Erkrankung gestorben (Landkreis: 420, Stadt: 52). Von den Verstorbenen waren 13 (am 11.02.: 13) Personen unter 60 Jahren. 325 (am 11.02.: 317) Verstorbene waren über oder gleich 80 Jahre alt. Dem Gesundheitsamt wurde eine Person gemeldet, die seit dem letzten Wochenbericht verstorben ist. Diese Person war über 80 Jahre alt und nicht in einem Heim untergebracht.

99 (am 11.02.: 124) COVID-19-Patienten werden aktuell in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär behandelt. Hiervon befinden sich 15 Patienten (am 11.02.: 17) auf einer Intensivstation.

Die 7-Tage-Inzidenz (Fälle pro 100.000 Einwohner während der letzten 7 Tage) liegt mit Stand 19.02.2021 (0:00 Uhr) für die Stadt Rosenheim bei 36,19 (am 11.02.: 67,66), für den Landkreis Rosenheim bei 51,66 (am 11.02.: 45,54).

Verteilung der Gesamtzahl der Fälle und der Genesenen auf die Gemeinde:

Bei der berichteten Verteilung der Fälle auf die Gemeinden kann es durch festgestellte Ausbrüche z.B. in Pflegeeinrichtung zu einer deutlich höheren Fallzahl kommen als in umliegenden Gemeinden. Im Rahmen von Reihenuntersuchungen werden hier Fälle entdeckt, die in anderen Gebieten nicht entdeckt wurden, so dass die Fallzahlen kein Abbild der Erkrankungen in der Bevölkerung darstellen. Hierbei werden auch Personen positiv getestet, die einen Verlauf ohne Symptome zeigen. Zusätzlich kann das Testverhalten zu regionalen Unterschieden führen. Deshalb kann man im Moment keine Rückschlüsse auf eine höhere oder niedrigere Gefahr in den unterschiedlichen Gemeinden ziehen. Aufgrund von Aktualisierungen kann es zu Veränderungen kommen.

* Bei einer Fallzahl kleiner 5 erfolgt aus Datenschutzgründen keine Auswertung der Genesenen.

Bericht: Landratsamt Rosenheim, am 19. Febr. 2021

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Redaktion

Rainer Nitzsche

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Als Reportage-Fotograf möchte ich mit wenigen Bildern wiedergeben, was als geschriebener Text vielleicht Bände füllen würde. Es geht um Ereignisberichte in Bildern. Es gilt, schrittweise und in den richtigen Momenten Entwicklung und Ablauf von Ereignissen festzuhalten, die schließlich in einem Höhepunkt gipfeln. Das bedeutet, meine Fotografien sind sehr oft weniger formell und zeigen den Charakter der Menschen eher in einer pose-freien, authentischen Weise, die nicht inszeniert ist.
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