Land- & Forstwirtschaft

Bayerns Forderung zum Bestand für Nutztierhalter

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Zu den heute von Bundesumweltministerin Steffi Lemke vorgestellten Vorschlägen zum Umgang mit Wölfen erklärt Michaela Kaniber, die Bayerische Staatsministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten: „Berlin hat es immer noch nicht verstanden. Ich bin enttäuscht: zuerst großspurige Ankündigungen, aber dann liefert Ministerin Lemke nicht. Sie verharrt nach wie vor ausschließlich bei der Entnahme von Problemwölfen. Das bringt uns einem dringend notwendigen Bestandsmanagement für Wölfe keinen Schritt näher.

Nachhilfe für das Verfahren zur Entnahme von „Problemwölfen“ brauchen wir nicht. Bayern hat mit der Bayerischen Wolfsverordnung bereits europarechtskonform Abschüsse vereinfacht und eine Lösung für die Almen und Alpen entwickelt. Wir haben für diese Gebiete die Unzumutbarkeit von Herdenschutz geprüft und festgestellt. Bei uns genügt jetzt schon in diesen Gebieten ein Riss. Auch bei uns darf der Abschuss in räumlicher Nähe zum Riss bereits ohne DNA-Test erfolgen. Ministerin Lemke muss endlich das Bundesnaturschutzgesetz anpacken und sich in Brüssel für eine Anpassung der FFH-Richtlinie an die Realität einsetzen. Wir brauchen bei der permanent wachsenden Wolfspopulation endlich eine echte Bestandsregelung. Der Wolf ist in Europa nicht mehr gefährdet, aber die Weidetierhaltung ist es. Wieder verweigert sich Deutschland einer Lösung, wie sie zum Beispiel EU-Nachbarstaaten längst haben. Es ist eingetreten, was ich befürchtet habe: Die grünen Bundesminister haben vor den Wahlen auf Zeit gespielt, ohne das Problem der Weidetierhalter wirklich zu lösen.“

Bericht: Bayer. Landwirtschaftsministerium  – Foto: Hötzelsperger

Redaktion

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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