Landwirtschaft

Bayerische Klima-Preis-Verleihung 2020

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Landwirte, Gärtner und Winzer tragen in ihrer täglichen Arbeit aktiv zum Klimaschutz und zur Anpassung an den Klimawandel bei. Besonders gelungene Beispiele von drei Betrieben hat Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber am Mittwoch mit dem „Bayerischen Klimapreis 2020“ ausgezeichnet. Die mit jeweils 4.000 Euro dotierten Preise erhielten der landwirtschaftliche Betrieb von Monika und Helmut Geisberger aus Heldenstein (Lkr. Mühldorf am Inn), die Biogasanlage Holzheim GmbH Co. KG in Holzheim (Lkr. Dillingen a. d. Donau) sowie die Meier Schmidt Weinerlebnis GmbH aus Markt Nordheim (Lkr. Neustadt a. d. Aisch-Bad Windsheim). „Die innovativen Ideen und Konzepte der Preisträger zeigen vor allem Familienbetrieben praktische Lösungsmöglichkeiten auf, die als Vorbilder dienen können“, sagte die Ministerin.

Gerade für die Landwirtschaft ist ihren Worten zufolge der Klimawandel eine gewaltige Herausforderung. Die letzten Jahre mit Frühjahrstrockenheit und Spätfrösten hätten gezeigt, dass den Landwirten deutlich weniger Zeit zur Anpassung bliebe als ursprünglich vorhergesagt. Umso wichtiger sei es, für die Landwirte, Winzer und Gartenbaubetriebe bereits jetzt praxistaugliche Ideen und Strategien zu entwickeln, wie sie auch in Zukunft erfolgreich wirtschaften und die Versorgung der Menschen mit Lebensmitteln sicherstellen können.

Eine Expertenjury unter der Leitung der Landesanstalt für Landwirtschaft hatte die Sieger aus neun Bewerbungen ausgewählt. Familie Geisberger erhielt den Preis für ihr Konzept als Nebenerwerbsbetrieb mit überbetrieblicher Maschinennutzung, Kurzumtriebs-Plantage und Hackschnitzelheizung, Photovoltaik samt einem Floristikfachgeschäft auf der Hofstelle. Johannes Hieber, Karl und Ulrike Brenner betreiben vorbildlich eine gemeinschaftliche, fachlich ausgeklügelte, saisonale Biogasanlage mit Wärmenetz. Markus Meier und Lukas Schmidt überzeugten die Jury mit einem zu 100 Prozent klimaneutralen, von fossilen Energieträgern unabhängigen, ökologischen Weingut.

Mit dem bereits zum zweiten Mal ausgelobten Klimapreis werden besonders innovative Projekte bayerischer Landwirte, Winzer und Gärtner ausgezeichnet – etwa für Maßnahmen zur Verringerung klimaschädlicher Emissionen, effiziente Bewässerungsmethoden, intelligente Wasserspeicherung oder klimatolerante Anbaumethoden. Mehr Infos zum Wettbewerb und zu den Preisträgern gibt es unter www.stmelf.bayern.de/klimapreis.

Foto: Hauke Seyfarth / StMELF zeigt v. l.: Helmut und Monika Geisberger, Ministerin Michaela Kaniber, Markus Maier und Lukas Schmidt sowie Johannes Hieber und Karl Brenner.

 

 

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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