Tourismus

Bay. Förderprogramm für Ferienwohnungen

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Mit dem Programm “Tourismus in Bayern – fit für die Zukunft” unterstützt das Bayerische Wirtschaftsministerium den kraftvollen Neustart der Branche mit 30 Millionen Euro. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hat sich am Montag bei einem Anbieter von Urlaub auf dem Bauernhof in Mittelfranken informiert, wie die Förderung dort zur Verbesserung der Qualität beitragen kann. Aiwanger: “Wir unterstützen Klein- und Kleinstvermieter mit einer Förderung in Höhe von 50 Prozent bei Investitionen in die Zukunft und Attraktivität ihrer Ferienwohnungen, -häuser und Bauernhöfe. Denn nur durch ständige Anstrengungen und Verbesserungen wird man dem Gast heute gerecht. Das gilt auch für den Urlaub auf dem Bauernhof.”

Die Familie Kahn vermietet auf ihrem Bio-Ferienhof Scheckenbauer im fränkischen Seenland bei Höttingen zwei Ferienwohnungen in einem historischen Bauernhaus. Sie bewirtschaftet den Hof ökologisch nach Naturland-Richtlinien. Die Erzeugnisse werden vorwiegend im eigenen Hofladen vermarktet. Die Förderung soll für die Modernisierung einer der Wohnungen, die Verlegung von Parkett und Natursteinbelag, eine Badrenovierung sowie eine neue Sitzgelegenheit im Außenbereich aus einheimischen Hölzern eingesetzt werden. Zudem hat die Familie die Förderung einer E-Ladesäule für Pkw beantragt, die mit selbst erzeugtem Strom betrieben werden soll. Aiwanger: “Mit dem Programm ‘Tourismus in Bayern – fit für die Zukunft’ tragen wir dazu bei, dass die Urlauber besonders in den ländlichen Regionen Bayerns Erholung auf hohem Niveau finden. Und für noch mehr Nachhaltigkeit werden gleich noch E-Ladepunkte für Pkw und Räder bezuschusst.”

Der private Ferienwohnungsmarkt stellt eine wichtige Säule des bayerischen Tourismus dar. In Bayern gibt es geschätzt  28.000 Anbieter, darunter rund 4.000 Landwirte, mit mehr als 130.000 Betten. Damit entfallen etwa 15 Prozent aller Übernachtungen in Bayern auf private Ferienwohnungen und -häuser. Das Programm  “Tourismus in Bayern – fit für die Zukunft” richtet sich deshalb in erster Linie an kleine, nicht gewerbliche Privatvermieter und an Anbieter von Urlaub auf dem Bauernhof mit maximal 25 Gästebetten. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf Nachhaltigkeit. Gefördert werden Maßnahmen, die die Angebotsqualität erhöhen – von der Verschönerung der Außenanlagen bis zu Software für die Webseitenerstellung.

Zudem unterstützt das Programm die Errichtung von E-Ladepunkten für Pkws und E-Bikes, die Verbesserung der digitalen Barrierefreiheit der Tourismusverbände und -regionen sowie die Erhebung touristisch relevanter Echtzeitdaten für die Besucherstromlenkung. Anbieter von touristischen Angeboten und Parkmöglichkeiten können ab heute die Förderung beantragen, um die Auslastung zu erfassen. Diese Daten fließen dann in den Ausflugsticker Bayern und künftig auch in die Bayern Cloud Tourismus ein. Damit leistet das Programm “Tourismus in Bayern – fit für die Zukunft” einen Beitrag, Besucherströme besser auf die vielen attraktiven Ziele im Freistaat zu verteilen.

Das Förderprogramm wird bisher in allen Teilen Bayerns gut angenommen. Im Bereich der E-Ladepunkte wurden bereits über 200 Anträge mit einer Fördersumme von ca. 800.000 Euro gestellt. Knapp die Hälfte der beantragten Ladepunkte sind für  – E-Bikes und Pedelcs, die erstmalig in Bayern gefördert werden. Bei den Klein- und Kleinstvermietern wurden in mehr als hundert Fällen Förderungen von gut einer Million Euro beantragt. Weitere Infos und Link zur Beantragung unter “Tourismus in Bayern – fit für die Zukunft“.

Bericht: Bayerisches Wirtschaftsministerium

Foto: Hötzelsperger  – Wimmerhof in Almertsham

 

 

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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