Sport & Freizeit

Wildenwarter Schützen streben nach neuer Schießanlage

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

„Wir wollen eine elektronische Schiessanlage, aber nur dann wenn die Finanzierung sicher gestellt ist“, beschlossen die „Wildenwarter Elfer-Schützen“ bei ihrer gut besuchten Generalversammlung in der Wildenwarter Schlosswirtschaft. Ohne Gegenstimme stimmten die Schützen nach ausgiebiger Diskussion dem Vorschlag von Schützenmeister Andreas Freund zu, im Schiessstand in der Schlosswirtschaft eine elektronische Anlage einzubauen. Da eine solche Anlage vom Bayerischen Sportschützenbund bezuschusst wird, gilt es im Vorfeld noch einige Voraussetzungen zu erfüllen. Freund war jedoch zuversichtlich, dass das kein unüberwindliches Hindernis darstelle, „andere Vereine haben es auch geschafft“. Die Vorstandschaft wurde beauftragt, alle Voraussetzungen für den Kauf und den Betrieb einer elektronischen Anlage zu schaffen. Die Kosten werden bis zur Fertigstellung auf rund 29000 Euro geschätzt, dabei fördert der BSSB derartige Anlagen mit einem Zuschuss bis zu 30 Prozent. Als erste Maßnahmen zur Sicherstellung der Finanzierung beschloss die Versammlung eine Beitragserhöhung für die aktiven Schützen auf 35 Euro Jahresbeitrag und den Wegfall der Finanzierung der Weihnachtsfeier. Weitere Einsparmöglichkeiten werden noch geprüft. Die Vorsitzenden des Trachtenvereins Peter Voggenauer und der Feuerwehr Michael Ramsl versprachen die Unterstützung des Vorhabens durch die Ortsvereine: „in Wildenwart halten wir zusammen“.

Die Schützengesellschaft „Die Elfer“ hat ein Ehrenabzeichen für langjährige Mitglieder neu eingeführt. Bei der Weihnachtsfeier am 6. Dezember soll es erstmals verliehen werden, 53 Männer und Frauen erfüllen die Kriterien für das Abzeichen in Silber für 25 Jahre, 21 für Silber 40 Jahre, 16 für Gold 50 Jahre und zwei Schützen gehören dem Verein bereits seit 60 Jahren an und werden das Abzeichen in Gold erhalten.

In seinem Bericht erinnerte Schützenmeister Andreas Freund an die Festbesuche des abgelaufenen Jahres. Er bedankte sich bei Herzog Max in Bayern für die Möglichkeit den Schießstand im ehemaligen Stall des Wildenwarter Ökonomiegebäudes nutzen zu dürfen. Der Schiessstand wurde auf seine Tauglichkeit überprüft und für weitere sieben Jahre zugelassen. Weiter bedankte er sich beim Wirt der Schlosswirtschaft und allen Ortsvereinen für die gute Zusammenarbeit, ohne die ein Vereinsleben im Dorf nicht denkbar wäre.

Die Schützengesellschaft „Die Elfer“ erreichte beim zehnten „Drei-Vereine-Freundschaftsschiessen“ zwischen den drei Schützenvereinen der Gemeinde „Thomasschützen“ Frasdorf, „Chiemgauadler“ Umrathshausen und „Die Elfer“ Wildenwart, den dritten Platz. Insgesamt 89 Schützen der drei Vereine beteiligten sich daran. Die Einzelwertung entschied Daniela Dudek aus Frasdorf für sich vor Andreas Freund senior (Wildenwart), Marina Heinrich (Umrathshausen) sowie Katharina Stocker und Anton Kirner (beide Wildenwart).

Frieder Klunker hatte beim Königsschiessen der „Elfer“ den besten Treffer und wurde zum zweiten Mal nach 2013 Wildenwarter Schützenkönig. Die Stockerlplätze erreichten in der Schützenklasse Georg Zierer und Anton Kirner. Martin Bauer holte sich zum ersten Mal die Würde des Jungschützenkönigs vor seiner Schwester Karin Bauer und Maximilian Kronast. 26 aktive Frauen und Männer des Vereins versuchten ihr Glück auf die neue Scheibe.

90 aktive Mitglieder, darunter sechs Ehrenmitglieder umfasst der Verein im 128. Jahr der Vereinsgeschichte.

Josef Freund und Leopold Baumgartner erhielten das Ehrenzeichen des deutschen und des bayerischen Sportschützenbundes (DSSB/BSSB) für 50-jährige aktive Mitgliedschaft beim Wildenwarter Schützenverein.

Das Drei-Vereine-Schiessen der Schützenvereine von Frasdorf, Umrathshausen und Wildenwart richten in diesem Jahr die Wildenwarter Schützen am Freitag/Samstag, 22./23. November jeweils ab 19 Uhr in Wildenwart aus. Das Königsschiessen der Elfer ist am Freitag, 27. Dezember ab 19 Uhr in der Schlosswirtschaft.

Der Kassenbericht von Kassenfrau Brigitte Kraus zeigte, dass der Verein finanziell auf gesunden Füßen steht, die beiden Kassenprüfer Balthasar Hamm und Klaus Stemmer bescheinigten ihr eine ausgezeichnete Kassenführung und empfahlen die Entlastung der Vorstandschaft. Schriftführerin Sabine Klunker berichtete von vielen Vorhaben im Dorf und im gesamten Schützengau. An allen kirchlichen und weltlichen Veranstaltungen in Wildenwart waren die Elfer angemessen vertreten.

Der Schießbetrieb der Schützengesellschaft „Die Elfer“ Wildenwart in der Schlosswirtschaft läuft bereits wieder, Neuanfänger, vor allem Kinder ab zwölf Jahren und Jugendliche, sind zu den allwöchentlichen Schießabenden an jedem Freitag ab 19 Uhr willkommen.

Fotos und Bericht: Heinrich Rehberg

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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