Landwirtschaft

Uralte Wolfs-Erinnerungen im Priental

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Im Priental herrscht derzeit  Aufregung weil in der Region wieder Wölfe unterwegs sein sollen. Das bringt ein Bildnis in Aschauer Privatbesitz in Erinnerung, dieses zeigt einen im Jahr 1577 erschossenen Wolf.

Auf dem Gemälde ist folgender Text im Original festgehalten: Anno 1577. Den 26 Novembris, Ist dieser Wolff Durch Wilhelmen von Freyberg yselbs gehötzet. Von seinen Jägern Peter und Cristoffen die Pölz, in der Filzen beim puechach in der Herrschaft Aschau bestättet und Im Zeug (aber bivor 45 Jaren kainer) gefangen worden. Sein Lenge von den föderen zu den hindern Kloen 6. werch schuech. JUnd .5. Zal Sein höhe .2. schuech x Zal.

 Ins Heutige übersetzt lautet der Text in etwa: Im Jahr 1577, am 26. November ist dieser Wolf durch Wilhelm von Freyberg  selbst getötet worden. Von seinen Jägern Peter und Chistof Pölz ist er in der Filzen bei Bucha in der Herrschaft Aschau     und   gefangen worden (45 Jahre vorher wurde keiner mehr gefangen). Seine Größe von den vorderen zu den hinteren Beinen war 6 Werkschuhe  (entspricht etwa 1,26 Meter) lang seine Höhe  betrug rund 60 cm.  Das Bildnis war   viele  Jahre in der ehemaligen Tafernwirtschaft der Herrschaft von Hohenaschau, dem  „Gasthof Zur Post“ (heute Residenz Winkler) in Aschau im Chiemgau und wurde von Wolfgang Bude vom Heimat- und Kulturverein Aschau fotografiert. Der Verbleib des Bildes und der Name des Künstlers vom unsignierten Gemälde sind nicht bekannt. Ob es sich dabei um den letzten im Chiemgau gefangenen, vorher freilaufenden Wolf handelt?

 Repro: Hötzelsperger

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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