Land- & Forstwirtschaft

Rosenheimer Amt für Landwirtschaft bleibt erhalten – Führungswechsel

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Strukturänderungen bei bayerischen Landwirtschaftsämtern – Rosenheim bleibt Einzelamt – Dr. Georg Kasberger folgt Wolfgang Hampel nach – Die Neuausrichtung und Modernisierung der Landwirtschaftsverwaltung in Bayern ist einen großen Schritt vorangekommen. Statt der derzeit 47 Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten wird es ab 1. Juli bayernweit nur noch 32 Ämter geben. 17 Ämter bleiben selbständig, 30 werden mit einem benachbarten Amt zu künftig 15 neuen und größeren Ämtern zusammengeführt. Das Rosenheimer Amt ist von der Umstrukturierung nicht betroffen, es bleibt als Einzelamt bestehen.  Wie Agrarministerin Michaela Kaniber in München mitteilte, stehen nun die Führungskräfte der künftigen Ämter und damit auch ein Wechsel an der Spitze des Rosenheimer Amtes fest.

Für das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Rosenheim steht zum 1. Juli ein Personal- und Führungswechsel ins Haus, aber dieser wäre auch ohne Strukturreform gekommen. Behördenleiter Wolfgang Hampel geht nach 11 Jahren an der Spitze des Hauses im Alter von dann 66 Jahren regulär am 31. Mai in den Ruhestand. Die Ämterreform selbst beginnt einen Monat später am 1. Juli. Seine Nachfolge tritt Dr. Georg Kasberger, derzeitiger Amtschef in Ebersberg, an. Als Bewohner von Riedering und als bislang an vielen Projekten im Landkreis Rosenheim Beteiligter ist dieser im Landkreis bestens bekannt und mit der landwirtschaftlichen Situation im Landkreis Rosenheim gut vertraut. Zu den Gründen der Ämter-Strukturreform gab Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber bekannt: „Wir brauchen mehr Dialog und Austausch zwischen Land- und Forstwirten, Verbrauchern, Handel, Anwohnern, Schulen oder Kommunen, um nur einige Beteiligte zu nennen. Eine straffere Verwaltung und gestärkte Ämter bedeutet weniger Leitungspositionen und mehr Personal für Kerndienstleistungen wie Beratung, Bildung und Information für Landwirte und Gesellschaft vor Ort. Mit den neuen Ämtern wollen wir das Verständnis zwischen Landwirtschaft und Gesellschaft stärken. Die Neuausrichtung trägt den geänderten Anforderungen der Gesellschaft und der Landwirtschaft Rechnung. Damit rücken wir die Landwirtschaft wieder mehr in die Mitte der Gesellschaft und  wir können auf aktuelle Herausforderungen wie Klimawandel, regionale Versorgung mit hochwertigen Lebensmitteln, oder dem Schutz der natürlichen Ressourcen effizienter antworten. Die Verwaltung wird bayernweit einheitlicher, wirtschaftlicher und effektiver“. Dennoch bleibe die Verwaltung als Ansprechpartner in der Fläche präsent, denn keiner der bisherigen Standorte werde aufgegeben.

Wie Wolfgang Hampel ergänzend informiert, werden die inhaltlichen Veränderungen in Gesellschaft und Landwirtschaft auch zu neuen Herausforderungen und Betätigungsfeldern in und für Rosenheim führen und er sagt: „Der Dialog mit der Gesellschaft wurde seit dem Jahr 2019 von uns bereits mit einer Arbeitsgruppe intensiviert. So gewinnt zum Beispiel Tierwohl gewinnt eine immer größere Bedeutung, auch deshalb müssen wir uns breiter aufstellen“. Derzeit hat das Rosenheimer Amt rund 90 Beschäftigte in Voll- und Teilzeit. „Mit den neuen Aufgaben werden wir spürbar mehr Personal benötigen und bekommen“ – so Wolfgang Hampel in seinem Ausblick.

Fotos: Dr. Georg Kasberger, derzeit noch Amtschef in Ebersberg übernimmt die Amtsleitung in Rosenheim (Foto: Bayer. Landw.-Ministerium)    –    Wolfgang Hampel, Amtschef in Rosenheim geht zum 31. Mai in den Ruhestand    –  Das Amt für Landwirtschaft in Rosenheim

 

 

 

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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