Wirtschaft

Raiffeisenbank Aschau-Samerberg mit Geschäftsjahr 2019 zufrieden

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

„Die heutige Zusammenkunft im 128. Jahr unserer Genossenschaft können wir als historisch bezeichnen, denn das Geschäftsjahr 2019, auf das wir heute zurückblicken mit der anhaltenden Niedrigzins-Phase sowie die derzeitige Corona-Krise stellt uns und unsere Kunden vor ganz besondere Herausforderungen“ – mit dieser Einschätzung eröffnete Vorstandsvorsitzender Christian Trattner von der Raiffeisenbank Aschau-Samerberg eG eine außergewöhnliche Mitgliederversammlung in der Samerberger Halle.

Aufgrund der Corona-Auflagen und in Abstimmung mit dem Landratsamt Rosenheim wurde die Zusammenkunft mit unter 100 Personen durchgeführt, auf die traditionelle Musik und auf das ansonsten übliche Abendessen wurde verzichtet. „Mit diesem Konzept können wir guten Gewissens zusammenkommen. Gut gefahren sind wir auch, dass wir in schwierigen Zeiten an den Öffnungen unserer Filialen festgehalten haben“ – so Christian Trattner, der unter den Ehrengästen Alt-Bürgermeisterin Marianne Steindlmüller, Aschaus neuen Bürgermeister Simon Frank sowie als Hausherrn den Samerberger Bürgermeister Georg Huber willkommen heißen konnte. Dieser sagte in seinem Grußwort: „Das Corona-Jahr hat uns gezeigt, dass die persönliche Nähe zu einer Bank wieder mehr geschätzt wird, Online-Möglichkeiten und Internet können einfach das Regionale vor der Haustüre nicht ersetzen, bei der Raiffeisenbank Aschau-Samerberg fühlen uns wir gut aufgehoben. Dazu kommt noch, dass die Kommunen mit der Bank eine verlässliche Partnerschaft haben und dass unsere Vereine und sozialen Einrichtungen immer wieder von der Unterstützungsbereitschaft der Bank profitieren“.

Jetzt 3.778 Mitglieder – Tendenz: weiter steigend

Kurze Weg und gemeinsame Entscheidungen ganz nach dem bewährten Motto „Wir sind für Euch da“ sollen auch zukünftig Grundlage des Handelns und Wirtschaftens bei der Raiffeisenbank Aschau-Samerberg bleiben. Bei seinem Bericht zum Jahresabschluss informierte Vorstand Daniel Sauer, dass zum 31. Dezember 2019 insgesamt 3.778 Mitglieder der Genossenschaftsbank angehören bei weiter steigenden Zuwächsen. Auch die Bilanzsumme hat sich mit über 236 Millionen Euro um 2,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr ebenso erhöht wie die Forderungen an Kunden (gut 148 Millionen Euro) und die Kundeneinlagen (fast 150 Millionen Euro).  Das wirtschaftliche Eigenkapital betrug im Geschäftsjahr 34,9 Millionen Euro, das entspricht auf die Bilanzsumme 14,69 Prozent, dies liegt deutlich über dem Durchschnitt der Genossenschaftsbanken in Bayern. Nach Einstellung in die offenen Rücklagen wird ein Bilanzgewinn von 195.299,13 Euro ausgewiesen. Im Hinblick auf die Unwägbarkeiten der Corona-Krise folgt die Bank der Empfehlung der Bankenaufsicht (BaFin) und verzichtet in diesem Jahr auf eine Ausschüttung der geplanten Dividende. Diesem Vorschlag schloss sich die Versammlung mit einer Gegenstimme an.  Einstimmige Zustimmung erfuhr der ausführliche Bericht von Aufsichtsrats-Vorsitzendem Heinz Scheck, der darlegte, dass die Raiffeisenbank Aschau-Samerberg mit ihrem Ergebnis   zu den 10 %  der besten Genossenschaftsbanken in Bayern gehört. Die Entlastung durch Bürgermeister Georg Huber für Vorstand und Aufsichtsrat erfolgte ebenfalls einstimmig. Wiedergewählt im Amt als Mitglied des Aufsichtsrates wurde Josef Troßbach vom Samerberg.

Vorstandsvorsitzender Christian Trattner gab   noch einige Einblicke in das aktuelle Finanzgeschehen, dabei sagte er unter anderem: „Bei aller Corona-Krise: Geld wird es auch weiterhin geben, wieder steigende Zinsen innerhalb der europäischen Währungsunion sind für lange, lange Zeit nicht zu erwarten. Alleine die zunehmende Schuldenproblematik in Europa, auch in Folge der Corona-Krise, lässt für die Europäische Zentralbank keinen Spielraum, den Pfad der aktuellen Niedrigzinspolitik zu verlassen. Umso wichtiger wird es für die Verbraucher, ihre private Vermögensanlage strategisch neu auszurichten, um der negativen Zinsentwicklung zu entkommen. Trotz aller Widrigkeiten der Corona-Krise zeigt sich die heimische Wirtschaft am Ende des Sommers durchaus robust – bei allen privaten und beruflichen Einschränkungen, die die aktuelle Zeit mit sich bringt, appellierte Christian Trattner an die anwesenden Mitglieder und Ehrengäste. „Aktuell sind wir gut durch die Krise gekommen. Auch sollte uns allen bewusst sein, wir leben und arbeiten in einer wirtschaftlich und landschaftlich attraktiven Region. Lasst uns weiter zusammenstehen und die Herausforderungen der Zeit erfolgreich entgegentreten“ – so der Vorstandsvorsitzende abschließend.

Foto/s: Hötzelsperger – Eindrücke von der Mitgliederversammlung der Raiffeisenbank Aschau-Samerberg eG in der Samerberger Halle

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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