Wirtschaft

Leuchtturmprojekt Rosi: Ministerpräsident Söder und Staatsminister Bernreiter zu Gast

Seit 1. Mai transportiert der On-Demand Rufbus „Rosi – Mobil am Chiemsee“ Fahrgäste flexibel und individuell. Rosi steht für rund 50.000 Menschen in den 11 Chiemgau-Gemeinden zur Verfügung und ist damit einzigartig in dieser Größenordnung. Davon konnten sich auch der bayerische Ministerpräsident Dr. Markus Söder und Verkehrsminister Christian Bernreiter bei einem gemeinsamen Termin mit dem Stimmkreisabgeordneten und Rosi-Initiator Klaus Stöttner und Rosenheims Landrat Otto Lederer überzeugen.

„Es freut mich außerordentlich, dass Rosi nun endlich in Betrieb genommen wurde. Ohne die hohe Förderung durch den Freistaat Bayern wäre dies nicht möglich gewesen: Der Freistaat Bayern übernimmt eine Anschubfinanzierung in Höhe von 65% der förderfähigen laufenden Kosten im ersten Jahr, die in den kommenden Jahren schrittweise reduziert wird und dann in eine Dauerförderung in Höhe von 35% übergeht. Mein Dank gilt hier besonders Ministerpräsident Dr. Markus Söder und Staatsminister Christian Bernreiter“, so der Rosenheimer Stimmkreisabgeordnete Klaus Stöttner.

Verkehrsminister Christian Bernreiter: „Im ländlichen Raum braucht es andere Angebote als in der Stadt. Rosi ist ein Vorbild für andere Kommunen. On-Demand-Rufbusse holen die Menschen auf Abruf in unmittelbarer Nähe ihres Wohnorts ab und bringen sie auf direktem Weg zum Arzt, zum nächsten Supermarkt oder zum Bahnhof. Damit schaffen wir eine ganz neue und flexible Form von Mobilität für alle Bürgerinnen und Bürger und Feriengäste im ländlichen Raum. Dieses Engagement des Landkreises Rosenheim unterstützen wir gern“, so der Staatsminister, der einen symbolischen Förderbescheid in Höhe von 1.050.755 Euro für die ersten vier Jahre übergeben hat.

Rosi ergänzt den bisherigen Regionalverkehr durch individuelle Fahrten auf Anforderung, ausgehend von über 615 Haltestellen in elf teilnehmenden Gemeinden mit insgesamt etwa 50.000 Einwohnern. Für Stöttner hat Rosi „ein enormes Potenzial, denn hier können auch Haltestellen und Gebiete bedient werden, die der klassische Linienbus – speziell im ländlichen Raum – nicht anfährt“. Auch für Landrat Otto Lederer steht fest: „Rosi ermöglicht unseren Bürgerinnen und Bürgern eine Teilhabe am sozialen Leben, ohne auf ein eigenes Auto angewiesen zu sein: Jugendliche Nachtschwärmer kommen mit Rosi sicher nach Hause. Familien können dank Rosi vielleicht auf ein Zweitauto verzichten und Senioren, die sonst auf andere Fahrdienste angewiesen wären, können sich flexibel und individuell fortbewegen, sei es zum Einkaufen, zum Arzt oder zu Besuchen. Gerade im ländlichen Raum ist ein solches Angebot dringend notwendig. Mit Rosi ermöglichen wir unseren Bürgerinnen und Bürgern eine neue Form der Mobilität und gestalten so das soziale Zusammenleben im Chiemgau aktiv mit.“ Als tourismuspolitischer Sprecher der CSU-Landtagsfraktion sieht Klaus Stöttner außerdem eine Wertschöpfung für den Tourismus: „Unsere Urlaubsgäste werden von diesem attraktiven Mobilitätskonzept profitieren, gerade Gäste, die mit der Bahn anreisen oder vor Ort aufs Auto verzichten wollen“, meint Klaus Stöttner. „Für mich ist Rosi ein attraktives Angebot in unserer Urlaubsregion und bedeutet eine enorme Qualitätsverbesserung unserer Tourismus-Infrastruktur.“

Mit „Rosi – Mobil am Chiemsee“ werden 615 Haltestellen in 11 Gemeinden angefahren. Die Betriebszeiten sind von Montag bis Donnerstag von 07 Uhr bis 22 Uhr, am Freitag bis 03 Uhr in der Nacht, am Samstag sogar bis 5 Uhr morgens. Insgesamt starten 5 Rosi-Shuttle-Fahrzeuge mit Platz für jeweils 7 Personen. Zwei dieser Kleinbusse sind barrierefrei, bei einem Fahrzeug handelt es sich sogar um ein Elektrofahrzeug. Den Betrieb des Verkehrs übernimmt im Auftrag der RVO die Bahn-Tochter CleverShuttle. Mit künstlicher Intelligenz werden die Routen von der Software-Plattform ioki flexibel geplant.

Alle Informationen zu „Rosi – Mobil am Chiemsee“ lassen sich auf der Webseite www.rosi-mobil nachlesen. Telefonisch ist „Rosi“ unter 08031 400 700 buchbar, die App „Rosi-mobil“ ist im Google Play Store oder im Apple App Store erhältlich.

Bericht und Foto: Abgeordnetenbüro Klaus Stöttner

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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