Kirche

Kardinal Marx weiht sieben Männer zu Diakonen

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Sieben Männer weiht Kardinal Reinhard Marx, Erzbischof von München und Freising, in einem feierlichen Gottesdienst am Samstag, 2. Oktober, um 9 Uhr im Münchner Liebfrauendom zu Diakonen. Vier der Männer werden hauptberuflich als Diakone arbeiten, die anderen werden den Dienst nebenberuflich ausüben.

August Bauer (41), verheiratet und Vater von vier Kindern, lebt in Marzling und ist Versicherungskaufmann und Mesner. Er wird als hauptberuflicher Diakon im Pfarrverband Erdinger Moos tätig sein. Walter Eberwein (51) lebt in Kirchseeon und ist Elektrotechnikingenieur. Der verheiratete Vater von drei Kindern soll künftig als Diakon mit Zivilberuf in der Pfarrei Kirchseeon-St. Joseph eingesetzt werden. Michael Koch (55) ist Maschinenbauingenieur und lebt mit seiner Frau und einem Kind in Bergkirchen. Er ist als nebenberuflicher Diakon im Pfarrverband Bergkirchen vorgesehen. Wolfgang Krauß (50) ist Fachinformatiker und lebt mit seiner Frau und zwei Kindern in Oberschleißheim. Künftig wird er hauptberuflich als Diakon im Pfarrverband Indersdorf wirken. Josef Meier (54) lebt in München. Der ledige Betriebswirt wird als nebenberuflicher Diakon im Münchner Pfarrverband Bogenhausen Süd im Einsatz sein. Matthias Mitlöhner (50) ist Versicherungskaufmann, lebt in Bad Feilnbach, ist verheiratet und hat ein Kind. Künftig wird er als hauptberuflicher Diakon in der Stadtkirche Kolbermoor tätig sein. Andreas Nieder (39), ist verheiratet und hat zwei Kinder. Der in Siegsdorf lebende Religionspädagoge und Fahrlehrer wird als hautberuflicher Diakon im Pfarrverband Teisendorf seinen Einsatzort haben.

Im Erzbistum München und Freising werden mit den sieben Weihekandidaten insgesamt 295 Ständige Diakone tätig sein. 128 von ihnen wirken als hauptberufliche Diakone, 56 als Diakone mit Zivilberuf, 111 sind bereits im Ruhestand. 31 weitere Männer befinden sich derzeit in Ausbildung. Das Zweite Vatikanische Konzil hatte die Diakonenweihe in den 1960er Jahren als eigene Stufe des Weihesakramentes neben der Priester- und der Bischofsweihe erneuert. 1970 hatte Kardinal Julius Döpfner die ersten vier Männer für die Erzdiözese München und Freising geweiht. Als Leitwort für ihre Diakonenweihe am 2. Oktober haben die sieben aktuellen Weihekandidaten aus dem ersten Brief des Apostels Petrus „Dient einander“ (1 Petrus 4,10) ausgewählt.

 „Diakon“ ist das griechische Wort für „Diener“. Diakone widmen sich insbesondere dem Dienst am Menschen und der Sorge für in Not geratene, kranke und alte Menschen. Insbesondere Diakone mit Zivilberuf sind auch in ihrer Arbeitsumgebung als Seelsorger präsent. Die Weihekandidaten haben sich durch kirchliches Engagement, im Beruf sowie in Ehe und Familie oder in eheloser Lebensform bewährt und bringen diese Erfahrungen in ihre neue Aufgabe ein. Sie haben zudem eine mindestens vierjährige berufsbegleitende Ausbildung absolviert, die sowohl ein Theologiestudium als auch Praxisinhalte umfasst. Zu Diakonen werden neben Männern, die nach der Weihe als Ständige Diakone wirken, auch Männer geweiht, die die Priesterweihe anstreben.

Bericht: Erzbischöfliches Ordinariat

Foto: Hötzelsperger – Blick in Liebfrauendom

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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