Sport

Beitrag zum 1. April: Sport-Fusion Bernau-Aschau

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Die Fußballabteilungen des TSV Bernau und WSV Aschau werden mit Start der Saison 2022/2023 fusionieren und damit als eigenständiger Verein auftreten. Zukünftiger Vereinsname wird SpVgg Chiemgau-Priental sein. Die gemeinsame 1. Mannschaft kann in der A-Klasse starten. Grund für den Zusammenschluss ist die künftige Zusammenarbeit mit dem strategischen Investor José Ernesto Vallez Fernandéz. Durch seinen Einstieg möchte der Verein professionelle Strukturen aufbauen und damit ein neues sportliches Niveau erreichen. „Wir wollten diese einmalige Chance unbedingt nutzen und der Fußballregion Chiemgau richtig Power geben“, erklärt der Abteilungsleiter der Aschauer Fußballer, Nico Altmann, die Beweggründe für den Zusammenschluss.

Vallez Fernandéz lebt seit seiner Geburt in Argentinien und ist Sohn eines deutschen Auswanderers. Er ist Inhaber der La Imbecilidad Unternehmensgruppe, welche sich u. a. mit der Herstellung von Prothesen für Rinder beschäftigt. Die Liebe zum Heimatland seines Vaters hat der 46-Jährige vor zwei Jahren bei einem Klinikaufenthalt in Bernau entwickelt. In seiner Heimat ist der passionierte Fußballanhänger bereits Förderer des dortigen Drittligisten El Chiste. „Mein Ziel ist es, den Verein langfristig in den bezahlten Fußball zu begleiten. Die Bundesliga ist sicher zu ambitioniert, aber die 3. Liga halte ich durchaus für erstrebenswert“, gibt sich Vallez Fernandéz optimistisch.

Der neuer gemeinsame Spielort wird in unmittelbarer Nähe zum Bärnsee sein. Dort wird bis Herbst 2024 ein kleines Stadion errichtet, welches in der ersten Ausbaustufe Platz für rund 1.500 Gäste bietet. In der finalen Ausbaustufe wären knapp 9.000 Besucher möglich. Bernaus Abteilungsleiter Donat Steindlmüller freut sich: „Durch verschiedene Maßnahmen kann das Stadion klimaneutral betrieben werden. Zudem wird dank des neuen Autobahnzubringers der Durchgangsverkehr in Bernau deutlich verringert“. Auf den beiden bestehenden Sportplätzen werden jeweils mehrere 6-Familienhäuser errichtet. Diese sind zum einen für Einheimische vorgesehen, zum anderen als Dienstwohnungen für Pflegefachkräfte aus Argentinien. Diese sollen helfen den Pflegenotstand in der Region zu lindern.

Die beiden Vereine freuen sich auf das gemeinsame Projekt und hoffen auf viel Unterstützung aus der örtlichen, aber auch regionalen Bevölkerung. Genauere Informationen wird es – sobald die Pandemie es ermöglicht – bei einem Infoabend im Bernauer Vereinsheim geben.

Bericht und Bilder: SpVgg Chiemgau-Priental in Gründung

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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