Tourismus

Holzfiguren „Schmuggler und Wilderer“ in Sachrang aufgestellt

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Jetzt pirschen sie wieder gemeinsam über die Höhe vor der Kulisse des Zahmen Kaisers in Sachrang. „Schmuggler und Wilderer“ treffen sich 200 Meter vor der bayerisch-tirolischen Grenze südlich des frischgebackenen Bergsteigerdorfes Sachrang sein. „Diese beiden „Berufsgruppen“ gehören einfach zur historischen Identität von Sachrang“, so ihr Schöpfer und geistiger Vater, der Sachranger Holzbildhauer Roland Füssel, „sie sind ein wesentlicher und unverzichtbarer Teil der Geschichte des Dorfes an der Grenze. Die überlebensgroßen Figuren des schwerbepackten Schmugglers mit dem Rucksack voller Zigaretten, Schokolade und sonstigem Schwärzergut und des Wildschützen mit dem Stutzen am langen Arm und der Gams auf dem Rücken werden mindestens für die nächsten zehn Jahre auf diesem Hügel am Südrand des Ortes freistehend positioniert, sie werden schon von weitem zu sehen sein und haben im Hintergrund als Kulisse die Bergkette des Zahmen Kaisers. Nachdem der letzte Schnee aus dem Oberen Priental verschwunden ist, bezogen Wilderer und Schmuggler wieder ihre Plätze.

Auch dieses Mal zeigt Roland Füssel zwei Skulpturen, die „miteinander im Dialog stehen und sich etwas erzählen können, denn alleine ist es im Himmel nicht schön, auch nicht für Holzfiguren“. Sachrang ist der Wohnort und der Platz an dem Roland Füssel „seine Mannderl aus den Baumstämmen befreit“, für das Aschauer Jahresmotto „Da Woid“ schuf er aus Fichtenholz eine große menschliche Hand, die den Wald und damit auch die Verantwortung für den Wald in ihrer Handfläche trägt.

Bericht und Foto: Heinrich Rehberg

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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