Brauchtum

Goldenes Gauehrenzeichen für Alfred Licht

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Für den Rosenheimer Trachtenverein „D‘ Innviertler“ ist es gute Tradition, einmal im Jahr einen Ehrenabend abzuhalten. Diesmal fanden sich erfreulich viele Mitglieder im Vereinslokal „Happinger Hof“ ein, um ihre langjährigen und größtenteils sehr verdienten Vereinskameraden würdig zu ehren.

Nach der Eröffnung durch die Aktivengruppe mit dem Sterntanz bat Vorstand Alfred Licht die zu ehrenden Mitglieder an den geschmückten Ehrentisch und begrüßte herzlich alle Anwesenden, darunter besonders den zweiten Gauvorstand Pankraz Perfler. Licht bezeichnete es als die wohl schönste Aufgabe eines Vorstandes, verdienten Mitgliedern den Dank für ihre Treue zu den „Innviertlern“ auszusprechen.

Und so erhielten Inge Hartl und Jennifer Krznaric für 25jährige Treue zum Verein ihre Ehrenurkunden.  Nachdem die Kindergruppe mit den Kleinsten erstmalig das „Mühlradl“ aufführte und die „Kampenmusi“ Feines für die Ohren bot, ergriff zweiter Vorstand Christian Hübl das Wort, um die 40jährige Mitgliedschaft von Alfred Licht Revue passieren zu lassen. Licht kam als zehnjähriger Bub zur Kindergruppe des Vereins, lernte das Platteln und war als Zitherspieler Mitglied in verschiedenen vereinseigenen Gruppen. Seit

1993 übernahm er als Vorplattler, Jugendleiter, Pressewart und zweiter Vorstand Verantwortung, ehe er 2015 in das Amt des ersten Vorstandes gewählt wurde. Gina Argstatter kann auf eine 50jährige Mitgliedschaft zurückblicken.

In jungen Jahren gehörte sie zu der Gruppe, die dreimal hintereinander für die „Innviertler“ das Gaupreisplatteln gewann. Die durch ihre ruhige und angenehme Art allseits beliebte Gina hatte nie ein offizielles Amt inne, unterstützte aber ihren Mann Schorsch bei seiner Arbeit als Gauvorplattler und brachte drei Kinder zu den „Innviertlern“, die sich zu wichtigen Säulen des Vereinslebens entwickelten.

Die Jubilare erhielten ihren Ehrentanz gespielt von der „Innviertler Tanzlmusi“, bevor neue Gesichter bei der anschließend gemeinsam geplattelten Amboßpolka ausgemacht werden konnten. Es handelte sich dabei um einige Teilnehmer des Plattlerkurses, welche sich im Anschluss unter dem Beifall der übrigen Mitglieder in den Verein aufnehmen ließen.

Das „Goldene Vereinszeichen“ heftete Vorstand Licht diesen besonders verdienten und aktiven Mitgliedern an die Tracht: Brauchtumswartin Traudl Schmidmayer, Kassier Konrad Krenzler und Gini Hübl, die das Amt der Inventaristin und Dirndlvertreterin bekleidet. Licht lobte den Einsatz der drei und dankte ihnen mit Blumen und Wein.

Als Höhepunkt des Abends nahm zweiter Gauvorstand Pankraz Perfler besondere Ehrungen seitens des Gauverbandes vor. Das „Silberne Gauehrenzeichen des bayerischen Inngautrachtenverbandes“ erhielten Gini Hübl für ihre schon vorgenannten Ämter, ihren Einsatz bei der Betreuung der Kinder und des jährlich durchgeführten „Tanz in den Mai“  sowie Barbara Wierer. Auch sie ist schon seit Kindesbeinen sehr aktive „Innviertlerin“, war zweite und erste Jugendleiterin und fungiert derzeit als zweite Schriftführerin.

Überrascht zeigte sich Vorstand Alfred Licht, dass zweiter Gauvorstand Perfler ihn mit dem „Goldenen Gauehrenzeichen“ auszeichnete. Perfler würdigte im Namen des Inngaus seinen langjährigen Einsatz um die Trachtensache. Dabei hob er besonders hervor, dass Licht den Mut aufbringe, mit neuen Wegen auf die wichtige Traditionsarbeit der Trachtenvereine in der Stadt Rosenheim aufmerksam zu machen, was zuletzt durch den erfolgreichen Plattlerkurs eindrucksvoll bewiesen worden sei.

Foto: Freudige Gesichter beim Ehrenabend. Stehend von links: Zweiter Gauzvorstand Pankraz Perfler, zweiter Vorstand Christian Hübl, Barbara Wierer, Gini Hübl, Jennifer Krznaric, Konrad Krenzler, Vorstand Alfred Licht. Sitzend von links: Gina Argstatter, Traudl Schmidmayer, Inge Hartl.

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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