Kultur

Die Kunst zwischen den Bäumen im Bernauer Kurpark

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Der Kunst, die sich pandemiebedingt aus vielen Räumen zurückziehen hat müssen, kann in Bernau wieder begegnet werden: zu danken ist dies dem KunstKreis Bernau und der Gemeinde Bernau, die sich für diesen Sommer den schönen Bernauer Kurpark als Ausstellungsraum ausgesucht haben. „Kunst unter Bäumen: Lichtblicke – Durchblicke“ so lautet der Titel der Skulpturenausstellung, die blasmusikalisch eröffnet wurde und noch bis zum 31. Oktober zu sehen sein wird.

Um die Kurpark-Ausstellung bewerkstelligen zu können, waren viele vorherige Schritte notwendig. Einmal galt es die Kunstwerke zu schaffen, dann die Künstler und ihre Werke zu koordinieren und dann auch Hand anzulegen bei Anlieferung und Aufbau. Der KunstKreis Bernau, der kein Verein ist, besteht aus den Künstlerinnen Corinna Brandl, Yaninne Cansaya, Stefanie Dirscherl, Dorothea Hornemann, Dorothea Tielemann und Christl Wittmann. Sie wurden von folgenden Gast-Künstlerinnen unterstützt: Uta Beckert, Marco Bruckner, Eva Dahn Rubin, Rene Jacobi, Berit Opelt, Bettina Schranner, Monika Stein und Marah Strohmeyer-Haider. Das mit Gemeinde, Tourist-Information, Bauhof und Kulturreferentin Michaela Leidel abgestimmte Ausstellungskonzept ermöglicht es, dass der Kunst-Rundgang vorwiegend im Oberen Kurpark-Bereich vorgesehen ist und dass im unteren Gelände nahe dem Pavillon Raum und Platz bleiben für Veranstaltungen. Dieses Konzept hat sich gleich bei der Vernissage bewährt. Während die Bernauer Blasmusikanten am Pavillon unter der Leitung von Albert Osterhammer spielten, konnten sich die Zuhörer hinsetzen, oder die Musik während ihres Rundganges genießen.

Corinna Brandl: „Jedes Jahr größer und interessanter, der inzwischen 7. Skulpturenweg“

Der Bernauer Skulpturenweg findet heuer zum siebten Male statt, dieser ist nach Aussage der Künstlerin Corinna Brandl alle Jahre größer und interessanter geworden. Auf die Frage, ob sie ein Lieblingsstück hat, sagte die Organisatorin: „All das, was zu entdecken ist, sprüht vor Ideen, Farben und Freude, besonders einfallsreich finde ich die in einem Baum hängenden Tassen samt Schrank mit der deutlichen Frage, ob hier noch alle Tassen im Schrank sind, sowie das von grüner Natur umrahmte Werk `Kinderseele`“. Corinna Brandl erläuterte mit ihrer Kunstkreis-Kollegin Dorothea Tielemann den Besuchern der Vernissage das in der Natur begehbare Kunstwerk. Die Eröffnung nahm vorher Zweiter Bürgermeister Gerhard Jell vor. Er und seine Gemeinderätin und Kulturreferentin Michaela Leidel hatten allen guten Grund dem KunstKreis, den Gast-Künstlern und vielen Helfern zu danken. Michaela Leidel, die sich in der Gemeinde Bernau u.a. um Termine und Koordinierung zu Kultur- und Veranstaltungsthemen kümmert, bedankte sich ganz besonders beim gemeindlichen Bauhof, der sich stark bei der Aufstellung der Kunstwerke einbrachte. Ein weiterer Dank galt Rita Fitzner von der Gemeindeverwaltung, sie sorgte für die Vernissage-Getränke.

Der Skulpturen-Rundgang im Bernauer Kurgarten: Zu entdecken im Bernauer Kurpark gibt es unter anderem  Entenskulpturen vor einer farbig bemalten Säule von Moni Stein (Unterwössen).  Es folgen die schweren großen Holzskulpturen  von Marco Bruckner aus Pittenhart und ein aus 9 Säulen bestehender  Säulentempel,  ein Gemeinschaftswerk des KunstKreises Bernau im oberen Kurpark. Ergänzt werden diese von Objekten aus Holz, mit Tonskulpturen, mit bunten Terrakotta- Zwergen sowie mit zwei riesengroßen Porträts (Faust und Mephisto), die auf der Rückseite des Pavillons Platz gefunden haben.

Fotos: Hötzelsperger   – Eindrücke vom Bernauer Skulpturenweg im Bernauer Kurpark

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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