Kultur

Besuchs-Tipp: Museum Tegernseer Tal in Tegernsee

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Der Bayernbund-Kreisverband Rosenheim besucht am Samstag, 24. Juni eine Führung durch die Sonderausstellung „200 Jahre Wittelsbacher am Tegernsee“ im Museum Tegernseer Tal.

1817 begann für das Tegernseer Tal eine neue Epoche. Bayerns erster König, Max I. Joseph, erwarb die Gebäude des ehemaligen Benediktinerklosters Tegernsee und richtete hier seine Sommerresidenz ein. Das war der Anfang der bis heute währenden Geschichte der Wittelsbacher am Tegernsee, zugleich Startschuss für den Fremdenverkehr und Grundlage für den Ruf des Tals als einer der schönsten und „bayerischsten“ Landschaften Bayerns. Kaiser und Könige, Adelige und Diplomaten suchten den Tegernsee auf und machten ihn in ganz Europa bekannt.

Die Anwesenheit des früheren bayerischen Königshauses prägt das Tegernseer Tal bis heute. Seine Spuren sind allenthalben sichtbar – von Gut Kaltenbrunn im Norden des Sees bis zur Königsalm südlich von Kreuth. Gerade die schönsten Plätze rund um den See sind mit den Wittelsbachern verbunden, und das Herzogliche Bräustüberl ist ohnehin einer der beliebtesten Treffpunkte Oberbayerns. Darüber hinaus spielten die Wittelsbacher eine wichtige Rolle bei der Erhaltung bzw. Erneuerung von Tracht und Volksmusik.

Zum Jubiläum „200 Jahre Wittelsbacher am Tegernsee“ – zusätzlich zum Wittelsbacher-Raum der Dauerausstellung – die Sonderausstellung „Das Königliche Tal“. Sie umfasst neu erworbene Objekte, selten gezeigte Stücke aus dem Museumsfundus und vor allem zahlreiche Leihgaben aus privatem und öffentlichem Besitz. Herzog Max in Bayern stellte das eindrucksvolle Modell des Tegernseer Tals zur Verfügung, das König Max I. Joseph 1822 anfertigen ließ, um es im Schloss seinen Gästen zu zeigen. Erstmals zu sehen sind zwei Porträts von König Max I. Joseph und seiner Gemahlin Karoline, frühe Kopien von Werken des Hofmalers Joseph Stieler. In großen Reproduktionen werden Ansichten von Innenräumen des Schlosses gezeigt, deren Originale sich im Besitz der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten in Potsdam befinden. Eigens restauriert wurde die Nachbildung der bayerischen Königskrone, die einst bei Gedenkgottesdiensten für den König Verwendung fand. Pläne des Schlosses und seiner Umgebung, historische Fotografien, Schützenscheiben und Medaillen runden die Präsentation ab.

Die Sonderausstellung wurde am Internationalen Museumstag, Sonntag, dem 21. Mai 2017, eröffnet. .

Teilnehmeranmeldung baldigst erbeten: Telefon,     08022-3375  oder     08021-4243 

Treffpunkt zur Führung  14:30 Uhr  am Museum in Tegernsee,  Seestraße 17    

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist und Leiter der Gäste-Information Samerberg bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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