Kirche

Besonderer Fronleichnam in Bamberg

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Zu den sicher eindrucksvollsten katholischen Festen in Deutschland zählt Fronleichnam, das Fest des „ Heiligsten Leibes und Blutes Christi“, das in der Mitte des 13. Jahrhunderts kirchlicherseits eingeführt wurde. Besonders feierlich wird die Fronleichnamsprozession noch heute  in der oberfränkischen Bischofsstadt Bamberg abgehalten. Nach dem Festgottesdienst auf dem Domplatz, vor dem romanischen Kaiserdom, bewegt sich der lange Zug mit dem Allerheiligsten, getragen von Erzbischof Ludwig Schick, mit  zahlreichen Tragefiguren der Zünfte und Bruderschaften sowie den gewaltigen Baldachinaufbauten mit dem  Mariengnadenbild aus der Oberen Pfarre und der Pieta vom Beginn des 14. Jahrhunderts  aus der Martinskirche durch die Straßen und Gassen der Stadt.  Dabei ist es für zahlreiche Bamberger eine Ehre bei der Prozession mitzuhelfen. Allein das wertvolle, 16 Zentner schwere,  Domkreuz wird von 18 Trägern bewegt. Die Gebete, Gesänge und Segensworte werden über Lautsprecher in der gesamten Altstadt übertragen, so dass sich  kein Besucher der Stadt dem feierlichen Geschehen entziehen und selbst in einem der zahlreichen Cafés an der Liturgie teilnehmen kann (oder muss).

Für Bamberg ist die Prozession erstmals 1390 genannt. Schon zu dieser Zeit kamen unzählige Gläubige und Schaulustige  in die Stadt, und auch heute ist die Prozession Anziehungspunkt für Stadt und Land, wohl auch überraschend für die zahlreichen Besucher aus demAusland, die die Weltkulturerbestadt Bamberg schon ab dem frühen Morgen besuchen.

Bericht und Bilder: Kreisheimatpfleger Karl J. Aß, Prien a. Chiemsee

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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