Gastronomie & Wirtschaft

Bauseminar für Landwirte in Rohrdorf

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Viele Fragen rund ums Bauen auf landwirtschaftlichen Betrieben mit Einkommenskombinationen wurden beantwortet, einige blieben offen, weil die Zeit auf zwei Tage begrenzt war und individuelle Fragestellungen nicht gänzlich geklärt werden konnten. So nahmen Abteilungsleiter Georg Baumgartner und Seminarleiterin Claudia Opperer vom Fachzentrum Diversifizierung und Strukturentwicklung am AELF Rosenheim wertvolle Anregungen mit, um das Seminar weiter zu entwickeln.

Das Thema „Bauen, Umbauen“ wurde an den beiden Seminartagen umfassend aufgearbeitet vom Gestalterischen über die steuerlichen Aspekte der Umnutzung landwirtschaftlicher Bausubstanz (Josef Soyer, BBV) bis hin zur Wirtschaftlichkeit (Claudia Opperer) und zum Baurecht. Sich früh genug um dieses Thema zu kümmern, vor allem, wenn es ums Bauen im Außenbereich geht, war der Rat der Referentin Marie-Luise Weigert von der Landesanstalt für Landwirtschaft. Hierbei ist nicht nur der Weg über die mitgezogene Privilegierung anzustreben. Der § 35 BauGB ermöglicht im Einzelfall auch andere Wege.

Referent Vinzenz Dufter vom Bayerischen Landesverein für Heimatpflege stellte das Thema landschaftsgebundenes Bauen und die regionalen Charakteristika dar. Aufgegriffen wurde insbesondere auch Holz als traditionelle Bausubstanz, die zudem nachhaltig ist und bei den Landwirten oftmals im eigenen Forst vorhanden ist (Anselm von Huene und Bauberater Stefan Bauer). Die Gestaltung von Ferienwohnungen, sowie des Außenbereiches, der sowohl Besucher und Kunden auf dem Hof willkommen heißen soll, aber auch Rückzugsbereiche für die landwirtschaftliche Familie bieten soll, waren Themen des Architekten Sebastian Wagnerberger, sowie des Landschaftsarchitekten Wolfgang Wagenhäuser. Das Credo der Referenten war, dass die Grundsätze guter Gestaltung auf vielfältige Weise umgesetzt werden können – nicht alle gezeigten Beispiele fanden den Zuspruch der Teilnehmer – in jedem Falle aber gilt: der Bauherr muss sich mit der Umsetzung auf seinem Betrieb identifizieren. Diese Authentizität spricht Kunden an und schafft eine individuelle Atmosphäre.

Zu guter Letzt wurden von Michael Förtsch vom Verband der Lebensmittelüberwacher bauliche Anforderungen dargestellt, wenn es um Baumaßnahmen im Zusammenhang mit Direktvermarktung und Hofgastronomie geht. Mit einer Teilnahmebescheinigung und wertvollen Informationen gingen die Seminarteilnehmer nach Hause.

 

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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