Landwirtschaft

Bäuerliche Familienbetriebe prägen bayerisches Lebensgefühl

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Bayern ist das Tourismusland Nummer eins in Deutschland. 2016 erreichte der Tourismus im Freistaat das fünfte Rekordjahr in Folge mit insgesamt 90,8 Millionen Übernachtungen. Das kommt nicht von ungefähr, denn Bayern steht in ganz Deutschland und weltweit für Lebensqualität und landschaftliche Schönheit. Genuss und Lebensart sind in Bayern untrennbar mit der Arbeit der Bäuerinnen und Bauern verbunden. Sie erzeugen nicht nur beste Lebensmittel aus der Region, sondern gestalten und pflegen auch die einzigartige Kulturlandschaft.

In Bayern gibt es laut aktueller Agrarstrukturerhebung insgesamt 90.162 landwirtschaftliche Betriebe mit einer Größe von über fünf Hektar. Damit hat sich der Strukturwandel in der Landwirtschaft deutlich abgeschwächt. Seit 2013 wurde ein durchschnittlicher jährlicher Betriebsrückgang von 1,1 Prozent ermittelt, während es zwischen 2010 bis 2013 noch 1,6 Prozent waren.
„Unsere Landwirtschaft ist geprägt von bäuerlichen Familienbetrieben“, sagt BBV-Generalsekretär Hans Müller. „Sie zu erhalten, das Einkommen und die Eigenständigkeit der bäuerlichen Familien zu sichern, ist unser gemeinsames Ziel.“ Das heißt für den Bayerischen Bauernverband beileibe nicht „immer größer, immer schneller“, sondern mehr Wertschöpfung und mehr Lebensqualität sind das erklärte Ziel des Bayerischen Bauernverbandes für seine Mitgliedsbetriebe.

Auf diesem Weg setzen viele Bauernfamilien auf Vielfalt auf dem Hof und mehrere Standbeine. „Dieser Mut und diese Vielfalt machen die Land- und Forstwirtschaft bei uns aus“, sagte BBV-Generalsekretär Müller. „Und Betriebszweige und -modelle wie Direktvermarktung, Urlaub auf dem Bauernhof, die Energieerzeugung, hauswirtschaftliche Dienstleistungen oder andere Angebote können helfen, schwerere Zeiten zu meistern. Um dauerhaft eine höhere Wertschöpfung zu ermöglichen, setzt sich der Bauernverband für die Wertschätzung regionaler, bayerischer Erzeugnisse ein.“

So gehört die Land- und Ernährungswirtschaft nach wie vor zu einer der umsatzstärksten Branchen in Bayern. Mit 9,8 Prozent rangiert sie auf Rang 3 nach dem Maschinenbau (18 %) und der Automobilindustrie (15,9 %). Mehr als 830.000 Menschen oder fast zwölf Prozent aller Erwerbstätigen sind in dieser Branche tätig.

Die Zahlen der Agrarstrukturerhebung 2016 erhalten Sie beim Bayerischen Landesamt für Statistik (www.statistik.bayern.de/presse/archiv/195_2017.php).

Weitere Infos zur Land- und Forstwirtschaft in Bayern gibt es unter: www.BayerischerBauernVerband.de/gruene-branche-steckbrief-landwirtschaft-forstwirtschaft-bayern

Foto: © BBV

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

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Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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