Land- & Forstwirtschaft

Spargelsaison nimmt Fahrt auf

Das sonnige Wetter der vergangenen Tage lässt die Stangen sprießen. Nach teilweise zögerlichem Start kommt die Spargelsaison in Bayern jetzt in Gang.

„Mit den Sonnenstrahlen der letzten Tage hat die Ernte an Fahrt aufgenommen“, sagt Miriam Adel, Vorsitzende des Spargelerzeugerverbandes Franken. Auch wenn es nachts derzeit noch recht kühl sei, wachsen die Pflanzen. Wichtig seien jetzt viele Sonnenstrahlen, die den Boden erwärmen. „Durch die schwarzen Abdeckungen auf den Feldern kann die Kraft der Sonne noch besser wirken – Schwarz zieht die Sonne an. Denn Spargel braucht, um wachsen zu können, Temperaturen von mindestens 12 °C tief in der Erde an der Wurzel.“ Wird es im Frühling oder Frühsommer einmal zu heiß, wird die Abdeckung auf die weiße Seite umgedreht, damit das Wachstum besser gesteuert werden kann und der Spargel nicht zu schnell wächst und seine Zartheit behält.

Für die kommenden Tage ist Regen angesagt, was jedoch die Spargelbauern eher freuen als verärgern dürfte. „Wir brauchen die Niederschläge. Jede Pflanze benötigt ausreichend Wasser, um gut wachsen zu können.“

Mit der aktuellen Situation bezüglich der Erntehelfer sind die Spargelbauern recht zufrieden. „Auch wenn heuer alles doppelt so aufwendig ist und wir viel Geld in Schutzmaßnahmen investieren mussten, sehen wir uns gut gerüstet“, betont Adel. „Durch viel Planungsaufwand und Organisation in den letzten Monaten konnten wir uns mit den Ämtern gut abstimmen und die Saison im Voraus so gut wie möglich vorbereiten.“ Das habe die Saison heuer deutlich entspannter beginnen lassen im Vergleich zum letzten Jahr – da fiel der Beginn der Corona-Pandemie nämlich mit dem Beginn der Spargelsaison zusammen.

Die Preise sind durch steigende Lohn- und Energiekosten heuer um circa 50 Cent bis 1,50 Euro pro Kilo gestiegen. Da durch die kühle Witterung erst spät im April die Ernte flächendeckend in Bayern beginnen konnte, hielten die hohen Anfangspreise etwas länger an als sonst. Anfang April konnte nur ernten, wer mit Doppel- und Dreifachabdeckungen (ähnlich Gewächshaus) noch mehr Wärme in den Boden gebracht hatte.

Bericht und Foto: Bayerischer Bauernverband

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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