Wirtschaft

Neue Ausbildungsplätze bei RoMed Kliniken

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Mit der Begrüßung 24 neuer Schülerinnen und Schüler durch Oberbürgermeister Andreas März auf der Dachterrasse des Klinikums in Rosenheim eröffnete der RoMed Klinikverbund seinen neuen Ausbildungszweig zur/zum Medizinisch-Technischen Radiologieassistentin/en (MTRA). Hauptgrund dafür, diese äußerst aufwändige und qualifizierte Ausbildungsrichtung vor Ort anzubieten, war der bereits seit Jahren bestehende, ständig steigende Bedarf an MTRAs für die Kliniken, das MVZ für Nuklearmedizin und Strahlentherapie sowie eine Vielzahl von Praxen in der gesamten Region.

Neue Ausbildungsrichtung ein Gewinn für die gesamte Region

Eine der wesentlichsten Ursachen hierfür scheint die leider gänzlich fehlende Möglichkeit zu sein, diesen interessanten und zukunftsträchtigen Beruf im Bereich südöstlich und südwestlich von München zu erlernen. Für interessierte Bewerber/innen war es bisher praktisch unmöglich, auch nur annähernd wohnortnahe Ausbildungsplätze zu finden. Durch die neue MTRA-Schule in Rosenheim wurde somit eine zusätzliche und vielseitige Ausbildungsrichtung für die gesamte Region geschaffen. In Anbetracht des permanenten dringenden Personalbedarfs an derartigen Fachkräften existieren auch mit Sicherheit ausreichend Arbeitsplätze für die künftigen Absolventen dieser Schule.

RoMed Bildungscampus in Rosenheim

Mit dem zeitgleichen Einzug der neuen Berufsfachschule in die Räumlichkeiten der renovierten ehemaligen Papierfabrik Niedermayer in der Brückenstraße entwickelt sich dieser Standort zunehmend zu einem RoMed Bildungscampus. Denn neben der MTRA-Schule sind dort bereits seit 2018 auch die RoMed Berufsfachschulen für Pflege ansässig. Durch die unmittelbare Anbindung der zusätzlichen Räume an die bereits bestehende Berufsfachschule können einige Synergieeffekte bei der Nutzung von Querschnittseinrichtungen sowie zur optimierten Auslastung bestehender Räume realisiert werden. So kann beispielsweise eine Klasse durchgängig in den bereits vorhandenen Räumlichkeiten untergebracht werden, weil die Stundenpläne der einzelnen Ausbildungsrichtungen entsprechend aufeinander abgestimmt werden. Fachräume für alle drei Fachdisziplinen der MTRA-Ausbildung können ebenso dort untergebracht werden.

Der Beruf der MTRA hat eine lange Tradition. Seine Geschichte begann bereits 1896 als einer der ersten damaligen Frauenberufe und war unter dem Namen Röntgenfrau, photographischer Schwester oder Röntgenschwester bekannt. Um dem seit Jahren bestehenden Personalmangel in diesem Fachgebiet entgegenzuwirken, starteten die RoMed Kliniken bereits 2012 den Versuch, die MTRA-Ausbildung anzubieten. Leider scheiterte man damals an den hohen Auflagen der Behörden. Doch im zweiten Versuch waren die RoMed Kliniken erfolgreich! Nach einem langen Prozess der Vorbereitung, umfangreicher Absprachen mit den zuständigen Ämtern sowie dem hohen Engagement des Klinikverbundes, konnte nun endlich die Berufsfachschule die langersehnte dreijährige Ausbildung erstmals aufnehmen. Oberbürgermeister Andreas März dankte insbesondere dem willensstarken Gründerteam bestehend aus der stv. Schulleiterin Margit Winkel sowie den Lehr-MTRAs Silke Kainzmaier, Lisa Eberharter und Anna Albert.

RoMed Kliniken beliebter Arbeitgeber in Stadt und Landkreis Rosenheim

„Das große Interesse an unserem ersten Ausbildungsjahrgang zeigte sich auch in den Bewerbungen. Bereits auf Anhieb konnten wir 24 Teilnehmerinnen und Teilnehmer gewinnen, die größtenteils aus der Region stammen“, berichtet stv. Schulleiterin Margit Winkel. Damit können auch die Umlandkliniken auf eine künftige Personalverbesserung hoffen. „Gerade der hohe technische Anteil dieses Berufes, die seit 2019 eingeführte tariflich Zahlung eines Ausbildungsgehaltes und auch der Bekanntheitsgrad der RoMed Kliniken als sicherer und beliebter Arbeitgeber haben zu dieser positiven Entwicklung enorm beigetragen“, so Winkel.

Bericht und Foto: RoMed Kliniken – Die Schulklasse des ersten MTRA-Ausbildungsjahrgangs wurde von Oberbürgermeister Andreas März (1.v.l.) und den Vertretern des RoMed Klinikverbundes herzlich begrüßt. Zum Zeitpunkt der Fotoaufnahmen wurden die jeweils gültigen Hygienemaßnahmen eingehalten.

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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