Land- & Forstwirtschaft

Landwirtschaftszählung 2020 – Ergebnisse Bodennutzung

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik bewirtschaften nach den endgültigen Ergebnissen der Landwirtschaftszählung 2020 Bayerns landwirtschaftliche Betriebe 3 107 697 Hektar landwirtschaftlich genutzte Fläche, darunter 2 022 682 Hektar Ackerland. Gut ein Drittel der landwirtschaftlichen Fläche entfällt auf Dauergrünland (1 070 983 ha).
Wie das Bayerische Landesamt für Statistik mitteilt, beträgt nach den endgültigen Ergebnissen der Landwirtschaftszählung 2020 die landwirtschaftlich genutzte Fläche in Bayern 3 107 697 Hektar. Nahezu ein Viertel (24,0 Prozent) der landwirtschaftli-chen Flächen befindet sich in Oberbayern, 16,4 Prozent in Schwaben, 16,1 Prozent in Niederbayern und 12,5 Prozent in der Oberpfalz. Ungefähr ein Zehntel der Ge-samtfläche entfällt jeweils auf die Regierungsbezirke Unterfranken (11,1 Prozent), Mittelfranken (10,5 Prozent) und Oberfranken (9,5 Prozent).
Von der landwirtschaftlichen Fläche in Bayern entfallen 2 022 682 Hektar, und damit knapp zwei Drittel, auf Ackerland. Mit 1 058 315 Hektar ist fast die Hälfte der Acker-landfläche mit Getreide zur Körnergewinnung (einschl. Körnermais und Corn-Cob-Mix) bestellt. Die wichtigsten Fruchtarten sind hier Weizen mit 485 065 Hektar und Gerste mit 323 315 Hektar, wobei 97,7 Prozent des Weizens und 71,1 Prozent der Gerste als Winterkultur angebaut werden.
Mit 553 891 Hektar wird auf über einem Viertel (27,4 Prozent) des Ackerlands Mais angebaut, und zwar hauptsächlich als Silo-/Grünmais (433 859 Hektar bzw. 78,3 Pro-zent) und zu einem kleineren Teil als Körnermais/Mais zum Ausreifen einschließlich Corn-Cob-Mix (120 032 Hektar bzw. 21,7 Prozent). Eine relativ große Bedeutung hat Mais vor allem in Schwaben, wo mit 36,0 Prozent auf über einem Drittel der Ackerflä-chen Mais angebaut wird, gefolgt von Niederbayern (33,1 Prozent), Oberbayern (31,6 Prozent) und Mittelfranken (29,7 Prozent).
119 579 Hektar des Ackerlands sind mit Handelsgewächsen bestellt. Den weitaus größten Teil davon umfasst mit 87 191 Hektar die Anbaufläche für Winterraps, gefolgt von Hopfen, der auf 17 594 Hektar angebaut wird. Auch Sonnenblumen wachsen auf 5 044 Hektar Land.
Die Anbaufläche von Hackfrüchten (106 482 Hektar) besteht zu 40,0 Prozent aus Kartoffeln (42 605 Hektar) und zu 59,6 Prozent aus Zuckerrüben ohne Saatguterzeu-gung (63 514 Hektar). Hülsenfrüchte werden auf 41 011 Hektar angebaut. Hier macht der Anbau von Sojabohnen mit 18 543 Hektar den größten Teil aus, gefolgt von Erb-sen mit 14 426 Hektar.Bei etwa einem Drittel (1 070 983 Hektar) der landwirtschaftlichen Flächen insgesamt handelt es sich um Dauergrünland. Davon entfallen 66,7 Prozent auf Wiesen (714 305 Hektar) und 29,6 Prozent auf Weiden (316 959 Hektar). Den größten Grün-landanteil verzeichnet die Statistik in Schwaben mit 49,9 Prozent, den kleinsten in Unterfranken mit 19,5 Prozent. Die Landwirtschaftszählung ist die größte landwirtschaftliche Erhebung und erfasst im Abstand von zehn Jahren wichtige Daten der landwirtschaftlichen Betriebe in Bayern und den anderen Ländern. Weiterführende Informationen zum Thema Bodennutzung in Form einer StoryMap finden Sie im gemeinsamen Statistikportal des Bundes und der Länder unter der Internetadresse https://lz2020.statistikportal.de (StoryMap: https://www.giscloud.nrw.de/arcgis/apps/storymaps/stories). Die Ergebnisse werden in Kürze auch in der Onlinedatenbank Genesis oder als Statistischer Bericht auf der Homepage des Bayerischen Landesamts für Statistik zur Verfügung stehen. Bis da-hin können die Daten auch unter der E-Mailadresse agrar-info@statistik.bayern ange-fragt werden. Insgesamt werden im gemeinsamen Statistikportal des Bundes und der Länder bis in den Herbst 2021 zehn interaktive StoryMaps zu den Themen Ackerbau, Viehbestand, Ökolandbau, Pachten, Arbeitskräfte und Beruf, Betriebsformen und Hofnachfolge, Weinbau, Dünger, Boden und Bewässerung und Viehhaltung veröffentlicht.

Bericht: Bayerisches Landesamt für Statistik

Foto: Rainer Nitzsche – Feldarbeiten auf dem Samerberg

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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