Natur & Umwelt

Klimawandel – Forschung als zentraler Baustein

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Die Forschung ist ein zentraler Baustein, mit dem die Staatsregierung die Land- und Forstwirtschaft auf die Herausforderungen des Klimawandels vorbereiten will. Dies bekräftigte Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber zu Beginn der fünften Veranstaltung “ForschungsLand Bayern – Hier wächst Wissen” zum diesjährigen Thema Klimawandel: „Die Zunahme von Witterungsextremen führt in den Betrieben zu immer höheren Produktions- und Ertragsrisiken. Gleichzeitig sorgen steigende Temperaturen zu einer Ausbreitung von Krankheiten und Schädlingen. Frucht- und Baumarten, die für die Betriebe bisher selbstverständlich und gewohnt waren, geraten durch den Klimawandel unter immer größeren Stress. Wir lassen unsere Betriebe dabei aber nicht allein. Wir forschen an innovativen Lösungen und neuen Konzepten, wie die Land- und Forstwirtschaft dem Klimawandel effektiv begegnen kann. Nur so bleiben die Betriebe unter den geänderten Rahmenbedingungen erfolgreich und wettbewerbsfähig“

Die Vorträge am Tag der Forschung verdeutlichen, wie landwirtschaftliche Produktion klimaschonend weitergedacht wird, der Wald von morgen aussieht und digitale Technologien uns helfen können, den künftigen Herausforderungen bei der Landbewirtschaftung besser zu begegnen. Mittlerweile werden rund 40 Prozent der Forschungsmittel des Landwirtschaftsministeriums für Projekte im Bereich Klimaschutz- und Klimaanpassung eingesetzt. Welchen Beitrag kann ein landwirtschaftlicher Betrieb zum Klimaschutz beitragen? Wie können die Ziele der Klimaschutzoffensive Bayern erreicht werden? Wie können sich die landwirtschaftlichen Betriebe auf die Folgen des Klimawandels einstellen? Mit diesen wichtigen Fragen beschäftigt sich zum Beispiel das Forschungs- und Umsetzungsprojekt „Klima-Rechner Landwirtschaft“ des bayerischen Landwirtschaftsministeriums. Ziel des Projekts ist die Entwicklung eines im Internet frei zugänglichen Management-Tools. Mit dessen Hilfe können die Betriebe die Klimawirkung verschiedener Produktionsverfahren direkt selbst ermitteln. „Den land- und forstwirtschaftlichen Betrieben kommt in der Klimapolitik eine absolute Schlüsselrolle zu. Sie sind nicht nur Betroffene, sondern gleichzeitig ein wichtiger Teil der Lösung. Mit der CO2-Speicherung in Humus und Holz, tragen sie aktiv zur Kohlenstoffsenke bei“, sagte Landwirtschaftsministerin Kaniber.

Auch die Anpassung der Wälder an den Klimawandel ist ein weiterer wichtiger Schwerpunkt der Forschungsförderung. Das hierbei entwickelte deutschlandweit einmalige bayerische Standortinformationssystem „BaSIS“ liefert bayernweit Informationen zum aktuellen und erwarteten Klima und Einschätzung zum Anbaurisiko von 32 Baumarten. Die Veranstaltung sollte auch dem Know-how-Transfer dienen. So wurde gezeigt, was modernste Drohnentechnik bei Waldinventuren leisten und wie man Waldzukunft heute schon anschaulich darstellen kann.

Bericht: Bayer. Landwirtschaftsministerium

Foto: Hötzelsperger – Samer am Samerberg bei Gewitterstimmung

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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