Landwirtschaft

Ferien-Tipp: Neue Landwirtschaftswege auf dem Samerberg

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

„Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!“ –  dieser Satz von Erich Kästner, der zum geflügelten Wort geworden ist, passt ganz auf eine landwirtschaftliche Privatinitiative, die auf dem Samerberg im Landkreis Rosenheim zu Beginn dieser Sommersaion Einheimische wie Urlauber erfreut. Es sind dies zwei Landwirtschaftswege „Almen“ und „Tal“, die nach ideenreicher, ehrenamtlicher und mit viel Fleiß verbundener Arbeit entstanden sind. Haupt-Akteurin war Roswitha Estermann vom Estermannhof in Grainbach, seit einem halben Jahr auch Erste Vorsitzende vom Tourismusverein Samerberg.

 Was hat die aus Pietzenkirchen bei Riedering stammende und seit 25 Jahren aktive Bäuerin dazu bewegt, sich Gedanken über einen Lehrpfad zu machen? Noch dazu begannen die Überlegungen lange vor dem sogenannten „Bienen-Volksbegehren“, das ziemlich aufgerüttelt hat, was Nutzen und Verhalten in der Landschaft und mit der Landwirtschaft   anbelangt. Die Antwort lautet: „Aus Liebe zur Natur und zu den Tieren!“. Ursprünglich war auf dem landwirtschaftlich geprägten Hochplateau Samerberg daran gedacht, auf Almen-Höhe und auf der Hochebenen-Höhe zwölf bis vierzehn Informationstafeln aufzustellen, um den Lesern und Betrachtern einen realen Einblick in die Arbeit und Erzeugnisse der Landwirtschaft zu gewähren. Schon bei den ersten Gesprächen zeigte sich, dass die Themen schier unerschöpflich sind und so entstanden letztlich 28 große, von den Bauern selbst erstellte Tafeln mit vielen Zeichnungen und Hinweisen. Für alle Tafeln wurden rasch Sponsoren gefunden.   Bei der Eröffnung der Samerberger Landwirtschaftswege bedankte sich im Rahmen eines Hoffestes im und um den Estermannhof die vormalige Bundeslandwirtschaftsministerin und nunmehrige Bayerische Landtagspräsidentin Ilse Aigner bei den vielfach Beteiligten und nicht zuletzt bei all jenen, die von Anbeginn bis zum fertigen Aufstellen der Tafeln Hand angelegt haben. So sind die Wege nunmehr fertig und sie machen bewusst, dass die Bauersfamilien 24 Stunden und das sieben Tage die Woche und das das ganze Jahr für ihre Tiere und Verbraucher da sind. Die „Talrunde“, ein Rundweg mit ca. zwei Stunden rund um die Samerberger Filze sowie die „Almrunde“, die von Grainbach über Forststraßen, Wiesen und Steige zu den Samerberger Almen führt, bieten nicht nur viel Informationen für alle Generationen, sondern auch Einkehrmöglichkeiten bei den Samerberger Gaststätten, die ihrerseits das Zustandekommen der Wege unterstützt haben. Damit das Ziel, dem Verbraucher die Landwirtschaft und somit die Erzeugung der Lebensmittel näher zu bringen, noch besser erreicht werden kann, gibt es bei der Gäste-Information Samerberg, Dorfplatz 3, 83122 Samerberg, Telefon 08032-989418 (www.samerberg.de) kostenlos eine Broschüre, der auch die bäuerlichen und gastronomischen Anbieter von heimischen Produkten entnommen werden kann.

Fotos:  Hötzelsperger – Eindrücke  von den neuen  Landwirtschaftswegen auf dem Samerberg u.a. mit der Segnung durch Diakon Günter Schmitzberger

Nähere Informationen:  www.samerberg.de/landwirtschaftsweg/

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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