Allgemein

Bayerns Verbraucherpreise steigen weiter

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Verbraucherpreise im Freistaat steigen im Vergleich zum August des Vorjahres deutlich um 3,9 Prozent. Vor allem für Heizöl klettern die Preise um 61,3 Prozent und bei Kraftstoffen um 24,8 Prozent. Selbst ohne diese Preistreiber liegt die Inflationsrate aufgrund des Basiseffekts der Mehrwertsteuersenkung im zweiten Halbjahr 2020 noch bei 3,0 Prozent. Wie die Expertinnen und Experten des Bayerischen Landesamts für Statistik weiter mitteilen, steigen die Verbraucherpreise im August 2021 im Vergleich zum Vormonat um 0,1 Prozent. Binnen Monatsfrist sinkt der Heizölpreis leicht um 1,7 Prozent, während Kraftstoffe mit einem Plus von 0,4 Prozent etwas teurer sind. Für Obst bezahlen Verbraucher im August 2,2 Prozent weniger als im Vormonat. Gemüsepreise bleiben mit einem Minus von 0,1 Prozent nahezu konstant.  

Die Inflationsrate liegt im August 2021, gemessen als prozentuale Veränderung des Verbraucherpreisindex für Bayern gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat, bei 3,9 Prozent. Ursächlich für diese starke Zunahme sind nicht nur hohe Preissteigerungen am Energiemarkt, sondern auch die vom Juli bis Dezember 2020 eingeführte Mehrwertsteuersenkung. Die sogenannte Kerninflationsrate, also der Gesamtindex ohne Nahrungsmittel und Energie, beträgt 2,9 Prozent.

Nahrungsmittel
Preise für Nahrungsmittel steigen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 4,7 Prozent. Auch für Fleisch und Fleischwaren (+3,6 Prozent) sowie für Obst (+1,3 Prozent) erhöhen sie sich spürbar. Deutlich nach oben entwickeln sich auch die Aufwendungen für Gemüse mit einem Plus von 10,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Energie / Kraftstoffe
Zum Energiemarkt: Im August 2021 sind Heizöl mit einem Anstieg von 61,3 Prozent und Kraftstoffe mit 24,8 Prozent deutlich teurer als im Vorjahr. Preise für Strom erhöhen sich ebenfalls um 2,0 Prozent. Auch Gas wird teurer. Die Erhöhung im August ist hier mit 5,4 Prozent vergleichsweise moderat.

Wohnungsmieten
Die Preisentwicklung bei Wohnungsmieten ohne Nebenkosten verläuft im Vergleich zum Gesamtindex unterdurchschnittlich. Gegenüber dem Vorjahresmonat erhöhen sie sich im August um 1,6 Prozent.

Technische Produkte
Bei technischen Produkten zeigen sich die Preisveränderungen im Vergleich zum Vorjahr uneinheitlich. Während Verbraucher insbesondere für tragbare Computer 6,4 Prozent mehr als im Juli 2020 bezahlen, sinken die Aufwendungen für die Anschaffung von Fernsehgeräten um 11,3 Prozent deutlich.

Entwicklung Verbraucherpreise
Insgesamt steigen die Verbraucherpreise im Vergleich zum Vormonat Juli mit 0,1 Prozent mäßig. Binnen Monatsfrist sinkt der Heizölpreis leicht (-1,7 Prozent), während Kraftstoffpreise fast konstant bleiben (+0,4 Prozent). Für Nahrungsmittel bezahlen Verbraucher im August fast das Gleiche wie im Juli (-0,4 Prozent).

Im August 2021 ist die Inflationsrate aufgrund der befristeten Mehrwertsteuersenkung vom Juli bis Dezember 2020 höher als üblich. Das wird als Basiseffekt bezeichnet, da die Ursache in der durch die Mehrwertsteuersenkung niedrigeren Vergleichsbasis aus dem Vorjahr liegt. Die exakte Höhe dieses Basiseffekts ist schwer zu benennen, da mehrere preisbestimmende Einflussfaktoren, wie beispielsweise die CO2-Bepreisung gleichzeitig wirken.

Bericht: Bayerisches Landesamt für Statistik

Foto: Tom´s Tankstelle in Prien

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

Schreibe einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Samerberger Nachrichten

Beiträge und Fotos sind urheberrechtlich geschützt!