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Bundestagswahl: Briefwähler werden immer mehr

Bei der Wahl 2017 stimmte fast jeder dritte Wähler per Brief ab (Quelle: tagesschau.de). Heuer könnte es einen neuen Rekord geben. In Bayern erlebt man aktuell schon einen Ansturm – auch bei uns in Rosenheim: Bis zum 26. August wurden nach Auskunft der Stadt Rosenheim bereits 8991 Wahlscheine ausgestellt.

Kurzer Ausflug in die Geschichte: Eingeführt wurde die Briefwahl zur Bundestagswahl 1957. Damals nutzten diese Möglichkeit rund fünf Prozent der Wähler. Seit 1990 findet die Briefwahl stetig mehr Anhänger. Nach Angaben von tageschau.de waren es bei der vergangenen Bundestagswahl 2017 schon mehr als 28 Prozent. Die Rosenheimerin Maria M. hat gleich bei Einführung des Briefwahl im Jahr 1957 von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht. „Man kann sich daheim in Ruhe mit den Wahlunterlagen auseinandersetzen. Außerdem ist es in den Wahlkabinen immer furchtbar eng. Das ist mir das daheim einfach lieber“, erzählt die 86-jährige. Für den 20-jährigen Josef ist es die erste Wahl in seinem Leben und auch er hat sich bereits für die Briefwahl entschieden: „Ich weiß ja noch nicht, was ich am Wahltag vorhabe. Vielleicht bin ich da gar nicht zuhause.“
Angekurbelt wird die Briefwahl diesmal zusätzlich durch die Corona-Pandemie. Vielen erscheint die Abstimmung daheim sicherer als im Wahllokal. Außerdem befürchten einige Umgeimpfte, dass sie entweder nur noch mit Test oder bei Einführung der 2-G-Regel vielleicht überhaupt nicht mehr ins Wahllokal eingelassen werden. „Zum jetzigen Zeitpunkt Spekulation. Daran beteiligen wir uns nicht“, schrieb mir dazu die Pressestelle der Stadt Rosenheim.

Wer per Briefwahl seine Stimme abgeben will, braucht dazu Angaben von der Wahlbenachrichtigung. Die Online-Antragstellung ist nur bis 21. September 2021, 23 Uhr, möglich.

Zudem können Briefwahlunterlagen auch schriftlich (Antrag auf der Rückseite der Wahlbenachrichtigung) oder persönlich im Wahlamt der Stadt Rosenheim (Ausgabe Briefwahl in der Turnhalle Sebastian-Finsterwalder-Gymnasium, Am Nörreut 18) beantragt werden. Die Schriftform gilt auch durch Telegramm, Fernschreiben, Telefax und E-Mail gewahrt. Hierbei sind Familiennahmen, die Vornamen, das Geburtsdatum und die Adresse anzugeben.

Die Stadt Rosenheim weist darauf hin, dass Briewahlunterlagen bis spätestens Freitag, 24. September, 18 Uhr im Wahlamt der Stadt Rosenheim beantragt werden können.

Weitere Infos mit Link zur Online-Antragsstellung unter: https://www.rosenheim.de/aktuell-rathaus/briefwahl-jetzt-online-beantragen.html

Bericht und Foto: Karin Wunsam (https://rosenheiminnformativ964131957.wordpress.com/)

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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