Landwirtschaft

Adventsmarkt im Bauernhausmuseum Amerang

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Schöner kann ein Adventmarkt nicht sein: Beleuchtete Stände mit Lichterketten zwischen alten Bauernhäusern, der Duft nach Punsch und frisch gebackenen Plätzchen, und dazu noch eine weiß überzuckerte Landschaft! Der Adventsmarkt im Bauernhausmuseum Amerang des Bezirks Oberbayern verzauberte und begeisterte. Die Besucher kamen in Scharen und kauften heimische, weihnachtliche und handgefertigte Produkte aus der Region. An beiden Nachmittagen war in den Bauernhäusern auch unverfälschte bayerische Volksmusik zu hören und man konnte sich am knisternden Kachelofen wärmen. Dazu gab es einen kleinen Rekord: Noch nie zuvor waren so viele Händler aus der Region im Museum dabei.

An den Ständen war die Qual der Wahl groß: Kulinarisches wie selbst gefertigte Marmelade, Säfte und Liköre waren ebenso zu haben, wie handgestrickte Socken, Schals, Handschuhe oder Mützen, Christbaumkugeln und Strohsterne, Handtaschen und Filzhüte. Der Ameranger Handarbeitskreis ist seit dem ersten Jahr mit einem eigenen Stand vertreten. „Wir haben alles selbst gemacht, und die Leute mögen es gern“, so Irmgard Kolitsch vom Handarbeitskreis. „Die  Hausschuhe aus Wolle sind besonders warm. Hier verwenden wir eine fünf – bis achtfach gedrehte Wolle.“ Das ganze Jahr über stricken die sieben Damen des Handarbeitskreises, um dann beim Adventsmarkt eine so reiche Auswahl zu präsentieren. Mit dabei war auch wieder Hans Aicher samt seinen Holzprodukten. Schüsseln, Bretter, Schaber oder Kerzenständer aus Zirbenholz  sind bei ihm die großen Renner. Zirbenöl oder ein Raumspray lassen Zirbenkissen duften. „Zirbenöl enthält nachweislich beruhigende Wirkstoffe, außerdem wirkt es antibakteriell“, erfuhren die Besucher an seinem Stand. „Es ist schlaffördernd, beruhigt die Nerven.“

Im Bernöderhof gab es wieder frisch gebackene Plätzchen, im ehemaligen Kuhstall konnte man sich mit Glühwein wärmen. Andere kulinarische Stände lockten mit Flammkuchen, Speckbrot oder gerösteten Haselnüssen. Für die perfekte Einstimmung auf Weihnachten sorgte am Sonntagnachmittag Max Beer mit seiner Weinbeerl-Musi im Vierseithof „Winterlichta und Englsgsichta“. In der Stube waren staade Weisen und adventliche Gedichte zu hören. Auch für Kinder war viel geboten. Eine Weihnachtswerkstatt und Kasperltheater sorgten für leuchtende Augen, und das Museumsgelände bot jede Menge Platz zum Herumtoben im Schnee. Das Bauernhausmuseum Amerang ist jetzt geschlossen und startet im Frühjahr 2018 in die neue Saison.

 

 

 

 

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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