Kultur

Zeitreise Bayern: erste Station war Bamberg

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Im Augenblick bereist das Filmteam von  „Zeitreise Bayern“ verschiedene Städte, die besondere Geschichten erzählen können.  Eine  Station war Bamberg. – Dass  ein Rathaus mitten im Fluß steht, ist ein Kuriosum, Wie kam dies zustande?  Es ist das Resultat zwischen bischöflichem Machtstreben und bügerlicher Konkurrenz in Bamberg. Die  Stadtbürger  begannen eine  eigene Macht  zu entwickeln und wollten dazu eine kirchlich unabhängige Verwaltung. Sie baten den Fürstbischof  um ein Baugrundstück. Dieser war von der Idee wenig begeistert. Er wollte es sich aber mit seinen Untertanen nicht verderben. Er erlaubte den Bürgern zu bauen, allerdings gab er ihnen dazu kein Grundstück. Die schlauen Leute wußten eine Lösung. Sie bauten das Rathaus inmitten des Flußes, der niemanden gehörte..  Zur Befestigung trieb man  Eichstämme in den  schlammigen Grund. So konnte auf einer  stabilen Unterlage das Rathaus   errichtet werden.  Bald  darauf  erkannte man, wir brauchen eine Herberge  für Wachsoldaten.  Notgedrungen  montierte man ein Fachwerkhaus an den Wachturm.  Scheinbar  wie   „angeklebt“ hängt das Mittelalterhäuschen seit Jahrhunderten nun am alten Rathaus.

Dort „hängt“ es heute noch.  Es ist das beliebteste Fotomotiv in Franken. Das Filmteam erzählt diese erstaunliche Geschichte in  „Zeitreise Bayern“.

Text und Bild:  Klaus Bichlmeier

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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