Brauchtum

Rupertigau-Preisschnalzen in Roth

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

 Zwei Tage lang wurde bei strahlendem Sonnenschein geschnalzt, gejubelt und gefeiert. Ungebrochen ist der Zulauf an Kinder und Jugendlichen, die wie ihre erwachsenen Vorbilder dieses einzigartige, regionale Brauchtum im Rupertiwinkel und dem angrenzenden Salzburger Flachgau pflegen.

78 Jugendpassen mit jeweils sieben, neun oder elf Schnalzern waren gekommen, um ihr Können unter Beweis zu stellen. Zum vierten Mal in Folge war dem Nachwuchs ein ganzer Tag gewidmet, um dem großen Zulauf gerecht zu werden. Gemeinsam das Brauchtum pflegen vereint, schafft Freundschaften und macht Stolz auf die Heimat. Dies war auch am darauf folgenden Sonntag spürbar, als die Allgemeinpassen ihre Schlagfolgen zum Besten gaben. Diesen Stolz zu Heimat und Brauchtum  unterstrichen bei ihren kurzen  Begrüßungsworten  Staatsministerin Michaela Kaniber, Landrat Sigi Walch (Landkreis Traunstein), Hans-Jörg Birner, Bürgermeister der Gemeinde Kirchanschöring, und 1. Gauvorstand Peter Eicher. Die „Geissle-Chlepfer“ aus dem schweizerischen Beggeried, die inspiriert durch ein Youtube-Video Kontakt zur Schnalzervereinigung aufnahmen, eröffneten den Sonntag. Ungebrochen auch das Interesse der Besucher; 6500 Zuschauer und Teilnehmer darunter 28 Bürgermeister und zahlreiche Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Verbänden  sammelten sich an den beiden Tagen rund um die Schnalzerwiese. Großes Lob gab es für den Veranstalter. Angeführt von Andreas Wörndl gelang es den Roth´ler Schnalzern diese zweitätige Großveranstaltung bestens zu meistern, so die lobenden Worte von Rudi Roider, dem Vorsitzenden der Schnalzervereinigung Rupertiwinkel, die mit ihren Passen das alljährliche Rupertigau-Preisschnalzen ausrichten.

Wer wird Sieger 2021? – die Antwort zu dieser Frage gibt es am 6./7. Februar wenn es heißt: auf gäd´s zum Rupertigau-Preisschnalzen in Waging.

Hier jeweils die 15 besten Ergebnisse:

Jugendpassen:

  1. Ainring I, 165,0 Punkte
  2. Weildorf I, 155,5 Punkte
  3. Viehhausen I, 150,0 Punkte
  4. Feldkirchen I, 144,5 Punkte
  5. Roth I, 142,0 Punkte
  6. Waging II, 140,0 Punkte
  7. Rückstetten, 138,0 Punkte
  8. Aufham I, 134,5 Punkte
  9. Ufering I, 131,0 Punkte
  10. Patting I, 130,0 Punkte – punktgleich mit
  11. St. Georgen I, 130,0 Punkte
  12. Wals I, 129,5 Punkte
  13. Thundorf-Strass I, 125,5 Punkte
  14. Siezenheim I, 123,0 Punkte
  15. Kirchanschöring I, 119,0 Punkte

Allgemein-Passen:

  1. Siezenheim II, 187,5 Punkte
  2. Ainring VI, 181,5 Punkte
  3. Ainring V, 181,0 Punkte
  4. Gois IV, 180,0 Punkte
  5. Siezenheim III, 179,5 Punkte
  6. Wals III, 175,5 Punkte
  7. Feldkirchen I, 174,0 Punkte
  8. Feldkirchen III, 172,5 Punkte
  9. Maxglan II, 172,5 Punkte
  10. Kirchanschöring IV, 170,5 Punkte
  11. Anger I, 169,5 Punkte
  12. Waging II, 169,5 Punkte
  13. Ainring IV, 169,0 Punkte
  14. Steinbrünning I, 168,0 Punkte
  15. Wals II, 167,5 Punkte

Bericht und Fotos: Inge Erb, Gaupressewartin Gauverband I

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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