Tourismus

Priener Gschicht‘n: Der Winterdienst

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Schneefreie Straßen, keine Rutschgefahr: Wer kümmert sich im Winter eigentlich darum? Richard Zettl, Leiter des Priener Bauhofs, erzählt von der Arbeit des Winterdiensts.

Wenn die Priener im Winter morgens in die Arbeit fahren, sind die Straßen schon geräumt und gestreut. Das passiert aber natürlich nicht von Zauberhand: Vielmehr sind es Richard Zettl und seine Kollegen, die dafür sorgen. „Bei der Organisation des Priener Winterdienstes wechsle ich mich wöchentlich mit meinen Kollegen Florian Stoib und Georg Ammer ab. So hat jeder von uns nur eine Woche am Stück eine „kurze Nacht“: Im Winter, wenn viel Schneefall vorhergesagt ist, beginnt unser Arbeitstag um 2 Uhr morgens“, erklärt der Leiter des Priener Bauhofes. Dann fährt er erstmal die Wege ab und überprüft die Lage: „Je nachdem, wie viel es geschneit hat, lege ich dann den Arbeitsbeginn für die Mitarbeiter fest: Hat es viel geschneit, müssen sie bereits um 3 Uhr mit dem Räumen beginnen.“ Bei so einem „Voll-Einsatz“ sind es 15 Fahrzeuge, vom LKW bis zum Gehsteigtraktor, die für den Winterdienst in Prien unterwegs sind. „Wir haben insgesamt 80 Kilometer Orts- und Gemeindestraßen, dazu kommen 35 Kilometer Geh- und Radwege. Das dauert natürlich seine Zeit“, so Zettl.

Splittkisten, Schneewände und Schneezeichen

Zu den Aufgaben des Priener Winterdienstes gehört aber nicht nur die Schneebeseitigung: Zettl und seine Kollegen stellen im Herbst die Splittkisten im Dorf und insgesamt 650 Laufmeter Schneewände auf. Letztere befinden sich an windigen Stellen um vor Schneeverwehungen zu schützen. Außerdem verteilen sie so genannte Schneezeichen: „Diese Stangen sind im Winter immens wichtig: Wenn es viel schneit, können die Autofahrer sonst die Fahrbahn nicht mehr ausmachen“, erläutert Zettl. Zudem helfen die Schneezeichen auch den Räumfahrzeugen zur Orientierung. Deswegen müssen die etwa 4.500 aufgestellten Markierungen immer wieder überprüft werden: „Da gibt’s ein paar Witzbolde, die die Stangen ausreißen und teilweise mitnehmen. Dabei stehen die nicht zum Spaß da!“ ermahnt er.

Die Aufgaben des Priener Winterdienstes

Tatsächlich zum Spaß da ist aber eine andere Arbeitsstelle des Priener Winterdienstes: Die Mitarbeiter sind auch für das Präparieren der Loipen verantwortlich. „Insgesamt 10 Kilometer Langlaufloipen gibt es bei uns und die spuren auch wir“, erklärt der Bauhofleiter.

Wie viel der Priener Winterdienst tatsächlich zu tun hat, entscheidet das Wetter. „Wenns mal so richtig schneit, dann wird’s auf den Straßen eng. Die Hauptversorgungswege müssen wir dann frei fräsen. Anschließend wird der Schnee auf LKWs verladen und auf einem Parkplatz außerhalb des Ortes gelagert“, erklärt Zettl. Egal wie die Witterung ist, ist das Timing das wichtigste: Um 6 Uhr, wenn die Pendler zum Bahnhof fahren, müssen wir fertig sein: Sonst müssen wir um die geparkten Autos herum arbeiten!“ Deswegen seien auch auf der Straße parkende Autos nicht optimal: „Wenn es einen Privatparkplatz gibt, sollte man den wählen“, rät der Bauhofleiter. Dann müssen er und seine Kollegen nämlich weniger rangieren und kommen schneller voran: Damit jeder Priener am Morgen auf gut geräumten und gestreuten Straßen pünktlich an sein Ziel kommt.

Zum Foto: Prien Marketing GmbH

Wenn wir im Winter frühmorgens in Prien unterwegs sind, sind die Straßen bereits frei von Eis und Schnee ❄️ Verantwortlich dafür sind diese drei: Wann Richard Zettl und seine Kollegen dafür aufstehen ⏰ und was sie alles erledigen, während wir noch 😴 schlafen, erfahrt ihr in unserer neuen Priener Gschicht’n 👉 Link in Bio #winterdienst #behindthescenes #wintertime #prienamchiemsee #prienergschichtn

Bericht: Prien Marketing GmbH – www.prien.de

 

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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