Brauchtum

Erinnerungen: Maibaumaufstellen 2006 in Prien

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Vor 15 Jahren waren es “Maibaumdiebe” aus Hittenkirchen, die zusammen mit dem Priener Trachtenverein auf dem Priener Marktplatz einen stattlilchen Maibaum aufstellen – daran soll dieser Bilderbogen erinnern.

Fotos: Hötzelsperger

 

Das war der damalige Bericht:

60 Zentner neuer Maibaum mit Hand aufgestellt – halbes Marktfest in Prien am 1. Mai bei Brauchtumspflege der Priener und Hittenkirchener Trachtler

 Prien (hö) – Ein Festtag mit Marktfestcharakter wurde das Maibaumaufstellen in diesem Jahr in Prien. Weiß-blauer Himmel sorgte schon in der Früh dafür, dass sich zahlreiche Leute aufmachten, um diesem Brauch die Besuchsehre zu geben. Für die Priener Trachtler und für ihre Freunde von Hittenkirchen, die den Baum am 28. Dezember „gestohlen“, seither erfolgreich bewacht und letztlich schön geschmückt zurückgebracht hatten, war der 1. Mai wahrlich ein „Tag der Arbeit“. Schließlich galt es den von der Familie Feßler spendierten und 29 Meter langen Baum mit seinen insgesamt 3,2 Kubikmetern und 60 Zentnern ohne maschinelle Hilfe allein mit Muskelkraft in die Höhe zu bringen. Unter der Anleitung von Sepp Furtner gelang dieses Unternehmen bestens. Rund drei Stunden Arbeit waren notwendig, bis der schwere Baum in das für ihn vorbereitete Loch so rutschte, dass er senkrecht am Marktplatz stand. Während der ganzen Aufstellzeit spielten die Priener Blasmusikanten unter der Leitung ihres Dirigenten Martin Schmidt und zum Schluß zeigten auch die Trachtendirndl und Buam ihre Freude mit einigen Tanz- und Plattlerauftritten unterm neuen Maibaum. Sichtlich froh waren die Trachtenvorstände Christoph Kaufmann aus Hittenkirchen und Klaus Löhmann aus Prien über das gelungene, unfallfrei verlaufene Werk. Froh waren auch die Priener Bürgermeister Christian Fichtl und Michael Anner, die beim Verhandeln mit den Hittenkirchener Trachtlern angenehme Bedingungen erhielten. „Eine gescheite Brotzeit und die Hälfte des Wachterbieres“, waren die geringen Ansprüche der Traditionspfleger aus der Nachbargemeinde Bernau. Um die gute Brotzeiten kümmerten sich dann einige Mitglieder der Priener Wirteelf. Sie hatten alle Hände voll zu tun bei diesem Festtag, denn das heurige vom Wetter begünstigte Maibaumaufstellen war aufgrund der vielen Besucher ein halbes Marktfest. Einen Tag nach dem Aufstellen des Maibaumes sorgte die Priener Feuerwehr für das Anbringen der farbigen Tafeln, so dass der stolze Baum nunmehr in seiner vollen Größe und Ausgestaltung inmitten von Prien seinen Platz gefunden hat.

Foto/s: Hötzelsperger  –  Eindrücke vom Aufstellen, Verhandeln und von der musikalischen Gestaltung durch die Blaskapelle Prien unter der Leitung von Martin Schmidt

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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