Landwirtschaft

Breitbandausbau-Informationen auf dem Ferienhof

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Mit großen Schritten hält die Digitalisierung Einzug in unser Leben und Arbeiten. „Damit die Land- und Forstwirtschaft und der ländliche Raum bei dieser rasanten Entwicklung nicht abgehängt werden, ist eine schnelle, flächendeckende und zuverlässige Internet- und Mobilfunkversorgung notwendig“, sagte Alfred Enderle, Präsident des Bayerischen Bauernverbandes in Schwaben, bei einem gemeinsamen Termin zum Breitbandausbau mit dem bayerischen Finanz- und Heimatminister Albert Füracker in der Gemeinde Hopferau (Landkreis Ostallgäu). Dort ist der Breitbandausbau in den vergangenen Monaten deutlich vorangekommen. 93 Prozent der Haushalte in Hopferau sind bereits an das Hochgeschwindigkeitsnetz mit 50 Mbit/s angeschlossen. In Bayern sind es zurzeit über 80 Prozent. Nach Abschluss der geplanten und laufenden Baumaßnahmen werden in Bayern mehr als 98 Prozent mit schnellem Internet versorgt sein.

„Eine leistungsfähige Breitbandinfrastruktur ist ein entscheidender Standortfaktor und wichtig für gleichwertige Lebensverhältnisse in ganz Bayern. Hierfür stehen 1,5 Milliarden Euro bereit. Über 1.000 Projekte konnten bayernweit bereits umgesetzt werden.“, sagte Staatsminister Albert Füracker. „Seit zwölf Monaten sorgt außerdem das ‚Höfebonus‘-Programm dafür, dass die Lücken beim Breitbandausbau konsequent geschlossen und auch Streusiedlungen, Weiler und einzelne Bauernhöfe ans Glasfasernetz angeschlossen werden können.“ Der Bayerische Bauernverband hatte sich für diese Förderung eingesetzt. „Denn die digitale Infrastruktur ist inzwischen für alle landwirtschaftlichen Betriebe enorm wichtig, Digitalisierung und Vernetzung bieten Landwirten enorme Möglichkeiten, um die Arbeit auf dem Feld und im Stall weiter zu verbessern“, sagte Enderle. „Auch für Betriebe mit Einkommenskombinationen oder Nebenerwerbsbetriebe ist schnelles Internet unverzichtbar.“

In Hopferau werden dank der bayerischen Breitbandförderung zahlreiche Ortsteile, Weiler und Einzelgehöfte mit Glasfaser erschlossen. Einer davon ist der Ferienhof der Familie Hitzelberger. „Gerade für Betriebe, die ‚Urlaub auf dem Bauernhof‘ anbieten, ist ein leistungsfähiger Internetanschluss entscheidend, wenn es um einen gelungenen Internetauftritt oder das Verarbeiten von Buchungsanfragen geht“, machte Angelika Soyer, zweite Vorsitzende des Landesverbandes Bauernhof- und Landurlaub, deutlich. „Unsere Urlaubsgäste erwarten, dass es in ihrer Unterkunft eine gute Internetverbindung gibt“, sagten Karl und Heidi Hitzelberger, die ihren Gästen durch den neuen Glasfaseranschluss nun genau diesen Service bieten können.

Darüber hinaus konnte die Gemeinde Hopferau hat als eine der ersten Kommunen in Bayern vom Höfebonus profitieren. Bis heute haben 109 Kommunen Zuwendungsbescheide mit Höfebonus erhalten. Über 300 weitere Kommunen haben angekündigt, den Höfebonus in Anspruch nehmen zu wollen.

Durch den Digitalisierungspakt für die Land- und Forstwirtschaft haben die Staatsregierung und der Bauernverband 2017 wichtige Weichenstellungen vorgenommen, um Zukunfts- und Bleibeperspektiven im ländlichen Raum zu gewährleisten. Unter anderem wurde vereinbart, dass bäuerliche Familienbetriebe über die Breitbandförderung durch den Bauernverband informiert werden, während die Kommunen bei der Nutzung des Förderprogramms durch Breitbandmanager und das bayerische Breitbandzentrum weiter tatkräftig unterstützt werden. „Doch die digitale Entwicklung geht rasant weiter, die Versorgung mit 50 Mbit/s kann nur ein erster Schritt sein. Was wir künftig flächendeckend brauchen, sind Gigabit-Geschwindigkeiten“, sagte Enderle. „Der Breitbandausbau mit Glasfaserleitungen und die Vergabe der 5G-Mobilfunkfrequenzen spielen eine entscheidende Rolle, damit Deutschland und Bayern nicht mehr nur im Mittelfeld spielen sondern wieder an die Weltspitze vorrücken.“

Text und Foto: Bayerischer Bauernverband

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

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Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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