Brauchtum

Bergen: Gaufest ABC Teil 4

Und weiter geht es mit dem Gaufest ABC (Teil 4) vom Trachtenverein Bergen im Gauverband I, dem heurigen Gaufest-Gastgeber des Gauverbandes I. Die ersten drei Teile befinden sich hier, hier und hier. Das Gaufest ABC dient dazu, interessierte Nicht-Trachtler über die wichtigsten Begriffe, Bräuche und Feste von Trachtenvereinen aufzuklären.

S wie Schirmherr: Die Schirmherrschaft für unser Gaufest übernimmt unser Erster Bürgermeister Bergens, Stefan Schneider. Traditionsgemäß ist der Schirmherr für das Wetter zuständig – deshalb hat er auch einen Regenschirm überreicht bekommen, den wir aber lieber als Sonnenschirm benutzen würden. Wir sagen „Vergelt’s Gott“ dafür und Stefan, du weißt ja noch, was auf dem Schirm steht, oder? 🙂

T wie Tracht und Tradition: Die Hauptaufgabe eines Trachtenvereins gemäß Vereinssatzung ist es, die ortübliche, überlieferte Tracht zu pflegen und zu bewahren. Natürlich änderten sich im Laufe der letzten 125 Jahre beispielsweise Rock- oder Hutformen, aber die Grundzüge blieben immer bestehen. Durch das öffentliche Tragen einer korrekt angezogenen Tracht wird diese Tradition gepflegt.

Alles kann hier nicht erklärt, aber einige wichtige Dinge sollen genannt werden:

  • Die Loiferl: Loiferl nennt man die nicht ganz vollständigen „Wadelstrümpfe“, wie sie im Alpenraum von den Trachtlern getragen werden. Die Loiferl bestehen aus zwei Teilen: dem Socken am Fuß zum einen, sowie dem sogenannten „Stutz’n“, der sich um die (meist) strammen Wadl der Buam schmiegt. In Bergen haben wir eine bestimmte Farbe, mit denen die Strickerei am Loiferl verziert ist, und die nennt sich „moosgrün“.
  • Die Lederhose: Jeder (aktive) Trachtler ist natürlich im Besitz einer solchen. Man kann hier zwischen einer kurzen Hose, die oberhalb der Knie endet, oder einer Bundhose für die kälteren Monate, die unterhalb der Knie zugebunden wird, unterscheiden. Bei der „Kurzen“ muss man sich noch zwischen der „Plattlerhosen“, die im Oberschenkelbereich glatt ist, und der ausgestickten Lederhose mit reichen Verzierungen, wie Eichenlaub oder Gämsen, entscheiden. Die Stickerei ist in Bergen ebenfalls wieder in „moosgrün“ gehalten.
  • Das Dindlgwand: Hier unterscheiden wir bei den aktiven Dirndln in Bergen die Festtagstracht (das „Blauseidene“) und das sogenannte „Scheckei“ – einen mit kleinen Röschen verzierten Stoff, der hauptsächlich für Auftritte und auch beim Preisplattln getragen wird. Verheiratete Frauen tragen hingegen das Röcki – siehe Buchstabe R wie Röckifrauen.

U wie Unterstützung: Ein Fest in diesem Ausmaß wäre ohne fremde Unterstützung NICHT möglich. Daher sagen wir DANKE an all die, die zum Gelingen unseres Festes beitragen.

…demnächst geht es weiter mit dem Buchstaben P …

Text: Kathrin Singer-Zellner – Bild: GTEV Bergen

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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