Landwirtschaft

BBV unterstützt erneut den Einsatz von Kitzrettern

Landwirte haben jetzt wieder die Möglichkeit, Geräte zur Jungwildrettung vergünstigt anzuschaffen. Dies ermöglicht die erneute Förderzusage durch das Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (StMELF).

„Wir danken für diese Entscheidung, die wichtig für die Vermeidung von Mähunfällen ist“, sagt Johann Koch, Jagdreferent beim Bayerischen Bauernverband. „Mit dem Geld können rund 800 Geräte angeschafft werden, die es Landwirten im Vorfeld der Mahd ermöglicht, Kitze oder anderes Jungwild zu vergrämen.“ Landwirte erhalten für die Anschaffung optisch-akustischer Jungwildretter rund 86 Prozent der Gerätekosten als Zuschuss, maximal mit 112,90 Euro (inkl. MWSt) je Gerät, unabhängig vom Hersteller.

Die Mittel werden nach der zeitlichen Reihenfolge der Antragstellungen vergeben. Maximal fünf optisch-akustische Kitzretter sind je Antragsteller förderfähig. Personen, die bereits eine Förderung bei der letzten Aktion erhalten haben, können keine weitere Förderung beantragen. Ansprechpartner ist der Fachbereich Erzeugung und Vermarktung im BBV-Generalsekretariat (Telefon 089/55873-113). Nur dort sind die die Antragsformulare erhältlich.

Landwirte haben ein großes Eigeninteresse, dass bei der Frühjahrsmahd keine jungen Wildtiere zu Schaden kommen. „Auch wenn durch die Präventionsmaßnahmen Unfälle bei der Frühjahrsmahd mit Wildtieren nicht vollständig zu vermeiden sind, so können sie doch minimiert werden. Mitmachen lohnt in jedem Fall!“, ruft Koch auf.

Mit der finanziellen Förderung von optisch-akustischen Jungwildrettern konnte der BBV mit Unterstützung des Staatsministeriums bereits 2018 ein klares Signal pro Wildtierschutz setzen. Vor allem die zahlreichen Rehkitze, Junghasen und Co., die vor Mähunfällen bewahrt wurden und in Zukunft bewahrt werden können, profitieren von den Geräten.

Die den Landwirten, Jagdgenossenschaften und Jägern zur Verfügung stehenden Maßnahmen zur Vermeidung von Mähunfällen sind vielfältig. Sie reichen von einer guten Kommunikation zwischen Landwirten und Jägern bis hin zu Hightech-Lösungen. So einfach wie wirksam sind optisch-akustische Scheuchen, die in unregelmäßigen zeitlichen Abständen schrille Warntöne von sich geben und dabei ein helles Lichtsignal ausstrahlen. „Die Geräte haben sich in der Vergangenheit bewährt“, so Koch.

Bericht: Bayerischer Bauernverband – Bildrechte: StMELF und Lubos Chlubny

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

Schreibe einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

© Copyright Samerberger Nachrichten.