Kultur

53. Wasserburger Adventsingen

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Der  Advent lässt sich in Wasserburg am Inn auch heuer wieder auf ganz besondere Weise erleben: bereits zum 53. Mal lädt das Wasserburger Adventsingen im festlichen Ambiente des historischen Rathaussaales dazu ein, den Zauber der Vorweihnachtszeit zu erspüren und dem Alltagstrubel zu entfliehen. Gelegenheit hierzu gibt es auch in diesem Jahr an zwei Terminen:

  • Freitag 7. Dezember 2018 und
  • Samstag 8. Dezember 2018

Beginn der Veranstaltung ist jeweils um 20 Uhr. Saal-Einlass ist ab 19.30 Uhr. An beiden Terminen hat auch der Christkindlmarkt rund ums Rathaus geöffnet.

Bereits im Dezember 1966 fand im historischen Rathaussaal eines der alpenländischen Adventsingen im Südbayerischen Raum statt. Seither stimmen alljährlich Sänger und Musikanten aus der Region in den Wochen vor Weihnachten die Besucher aus der Stadt und dem weiten Umland auf das Fest und den Jahreswechsel ein. Wie bei den Wasserburger Volksmusiktagen wird auch beim traditionellen Wasserburger Adventsingen nur bodenständige Fest- und Volksmusik dargeboten.

Der Kartenvorverkauf läuft in bewährter Weise über den Ticketservice der Sparkasse Wasserburg. Drei bequeme Wege gibt es hierfür: entweder persönliche Abholung in allen Geschäftsstellen der Sparkasse Wasserburg, oder über das Internet auf www.sparkasse-wasserburg.de (Menüpunkt „Regionale Veranstaltungen“), oder telefonisch über die Ticket-Hotline mit der neuen Nummer 08071 101-3333.

Mit dabei sind in diesem Jahr:

  • Innleiten-Geigenmusi: Mit ihrer vielseitigen instrumentalen Besetzung, insbesondere mit Orgelportativ und Blockflöte, erfreut die Innleiten-Geigenmusi seit über 25 Jahren ihre Zuhörer. Dies nicht nur auf Tanzböden, Sänger- und Musikantentreffen, sondern vor allem auch bei festlichen und kirchlichen Anlässen im Rahmen des Jahresfestkreises. Zahlreiche Rundfunk- und Fernsehaufnahmen sowie mehrere Tonträger gehören ebenso zum Werdegang der Innleiten-Geigenmusi wie eine Auszeichnung beim Alpenländischen Volksmusikwettbewerb in Innsbruck und ein Auftritt vor Papst Benedikt.
  • Starnberger Fischerbuam: Die ersten gesanglichen Versuche der „Fischerbuam“ starteten im Februar 2008 beim gemeinsamen Skiurlaub in Südtirol. Kennengelernt durch das gemeinsames „aufwachsen“ im Trachtenverein Starnberg sowie das Volksmusikseminar in Herrsching, war jeder der Mitwirkenden schon vorher in verschiedenen Besetzungen musikalisch aktiv. Der Name Starnberger Fischerbuam leitet sich von der Starnberger Fischertracht ab. Über die Jahre durften die Fischerbuam bei vielen volksmusikalischen Veranstaltungen im ganzen Alpenraum, sowie bei Rundfunk- und Fernsehaufnahmen mitwirken. Zu den Höhepunkten zählen die Teilnahme am Alpenländischen Volksmusikwettbewerb in Innsbruck, bei dem sie das Prädikat „ausgezeichnet“ erhielten, das Mitwirken beim Hoagart des Volksmusikpreises „Volksmusik lebt“, sowie die Auszeichnung mit dem Kulturförderpreis des Landkreises Starnberg. Die Stücke stammen aus dem traditionellen Liedgut des Alpenraums, wichtig ist dabei aber auch das Singen von Liedern aus der unmittelbaren Heimat. Ein besonderer Reiz des Singens und Musizierens liegt dabei im „umananda kommen“ und dem Kennenlernen von gleichgesinnten Sängern und Musikanten. So sind schon viele schöne Freundschaften entstanden – oft über viele Kilometer hinweg.
  • Blechbläserquintett Esprit: Das Blechbläserquintett „Brass Esprit“ gibt es seit nunmehr zehn Jahren, und besteht aus Elisabeth Stacheter (Trompete), Sebastian Hafner (Trompete), Josef Hell (Waldhorn), Christopher Mann (Posaune) und Martin Augenstein (Tuba). Der Name steht für Geist und Witz genau das ist es, was die Musiker mit ihrer Musik ausdrücken wollen. Die Vielfalt der musikalischen Möglichkeiten in dieser instrumentalen Besetzung und die Kreation eines eigenen Klangkörpers eint die Musiker. Sie schöpfen daraus Freude, Kraft und Energie, welche sie gern an ihr Publikum weiter geben. Ihre musikalische Bandbreite reicht über alte Meister wie z.B. Scheidt, Pezel, Bach, sowie original komponierte Werke wie z.B. von Viktor Ewald und Richard Roblee und natürlich die ursprüngliche bayerische Volksmusik und das „Weisenblasen“.
  • Traudi & Peter Vordermaier: Traudi und Peter Vordermaier spielen seit sie sich im Jahr 2000 kennengelernt haben zusammen – als reine Duobesetzung mit zwei Steirischen Harmonikas, sowie mit ihrer Stoaberg Ziach Musi, ergänzt durch Gitarre und Kontrabass. In verschiedenen Besetzungen  wurden inzwischen  schon neun CDs publiziert. Peter Vordermaier, nicht nur Kunstschmiedemeister und Harmonikabauer, sondern auch Komponist und Produzent, bringt seine eigenen Melodien ins Spiel. Traudi, staatl. anerk. Musiklehrerin ist für die Bearbeitung sowie Notenproduktion der Stückln verantwortlich. Gerne wird auch aus dem Reportoire von Peter Posch (+ 1983) gespielt. So prägen die zwei eine eigene bayerische Stilrichtung, die sich bei zahlreichen Rundfunksendungen eindeutig erkennen lassen. Nicht zuletzt durch die Bearbeitung des Florentiner Marsch für 2 Harmonikas setzten sich die beiden einen Meilenstein.
  • Doppelquartett Wasserburger Land: Aus acht befreundeten Sängerinnen und Sängern mit gemeinsamen musikalischen Wurzeln begründete sich im Advent 2011 eine Doppelquartett-Besetzung, deren Mitglieder größtenteils aus dem Altlandkreis Wasserburg stammen, woraus sich auch der Name ableitet. Marianne Wagenstetter und Barbara Glück (Sopran), Christiane Urban und Theresa Hartinger (Alt), Gottfried Aicher und Hans Urban (Tenor) sowie Walter Glück und Helmut Faßl (Baß) verbindet die Freude am gemeinsamen Singen auch in einer Reihe weiterer, kleinerer und größerer Besetzungen und unterschiedlicher musikalischer Stilrichtungen – von der alpenländischen Volksmusik über Alte Musik aus Renaissance und Frühbarock bis zur neuen geistlichen Musik.
  • Kettenhamer Gitarrenduo: Johanna Fischbacher und Julia Loibl spielen seit 1994 als Kettenhamer Gitarrenduo. Die beiden Schwestern waren als Griesstätter Dirndl bereits seit 1990 unterwegs und spielten bei verschiedenen Auftritten auch instrumental mit Hackbrett und Gitarre oder zwei Gitarren. Als sie dann das renommierte und überregional bekannte Gitarrenduo Neumeier in einem Konzertauftritt hören konnten, war der erste Gedanke: „das können wir doch auch!“ Aus den aktuellen Wohnorten Kettenham und Moosham (bei Griesstätt) ist dann letztlich auch der Name entstanden.

Bericht und Fotos: Stadt Wasserburg am Inn

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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