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Zum Schulstart: Wechsel von Schulbank zum Lehrerpult

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Julia Dinner erlebt am heutigen Dienstag ihren “1. Schultag” quasi zum zweiten Mal. Die 22-jährige Traunsteinerin wechselt die Schulbank gegen das Lehrerpult. Im Interview erzählt sie, auf was sie sich freut und wie sie ihren Unterricht gestalten will.

Frage: War Lehrerin immer schon dein Traumberuf?
Anwort: Ja, ich wollte immer schon Lehrerin werden, weil ich die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen schön finde. Sie ist abwechslungsreich und vielfältig.

Frage: Was und wem wirst Du in diesem Schuljahr unterrichten?
Antwort: Mathe in der 3. und 4. Klasse Grundschule.

Frage: Hast Du nicht ein etwas mulmiges Gefühl vor Deinem zweiten „1.Schultag?“
Antwort: Nein gar nicht. Im Gegenteil, ich freue mich schon riesig, die Schüler und Schülerinnen kennen zu lernen. Außerdem kann ich so endlich die gelernten Inhalte meines Studiums in die Realität umsetzen.

Frage: Was ist Dir bei der Gestaltung Deines Unterrichts wichtig?
Antwort: Ich möchte den Schülern einen abwechlungsreichen Unterricht bieten, an denen sie sich aktiv beteiligen können und spielerisch neue Inhalte lernen können. Besonders wichtig ist mir auch die individuelle Förderung der Stärken aller Schüler. Grundsätzlich möchte ich, dass die Kinder und Jugendlichen Spaß am Unterricht haben und gerne zur Schule gehen.

Frage: Hat der Frontalunterricht für Dich als Lehrerin der neuen Generation ausgedient?
Antwort: Meiner Meinung nach ist Frontalunterricht nicht immer schlecht. Es gibt Inhalte, die können durch Frontalunterricht besonders schnell gelehrt werden, besonders wenn es um Definitionen geht. Nachgewiesen ist, dass besonders auch schwächere Schüler vom Frontalunterricht profitieren können. Allerdings möchte ich in meinem Unterricht Strategien vermitteln, die sich auch bei der Bewältigung von alltäglichen Problemen einsetzen können, weshalb ich hauptsächlich auf alternative Lehrstrategien setzen will. Hierbei finde ich im Mathemetikaufgaben Fermi-Aufgaben interessant.

Frage: Was sind Fermi-Aufgaben?
Antwort: Das sind Schätzaufgaben mit einer lebensnahen Problemstellung, die auch etwas kniffliger zu lösen sind. Die Schüler müssen hierbei neue Strategien einsetzen und selbstständig in Kleingruppen arbeiten, wobei auch die Team- und Kooperationsfähigkeit geschult werden.

Frage: Wie willst Du von deinen Schülern wahr genommen werden?
Antwort: Ich möchte, dass meine Schüler zwar Respekt vor mir haben, aber mich trotzdem mehr als Berater sehen, der sie auch in anderen Problemen außerhalb der Schule unterstützt.

Frage: Gibt es etwas, vor was Du Respekt hast im Hinblick auf den Start in dein Berufsleben?
Antwort: Eigentlich nicht. Ich sehe es als neue Herausforderung. Sollten Probleme mit Schülern entstehen, sehe ich das ebenfalls als Chance, mich weiterzuentwickeln.

Frage: Und wenn Du dann selbst eine Mathe-Aufgabe nicht lösen kannst?
Antwort: Na ja, in der Grundschule wird das hoffentlich nicht vorkommen (lacht).

Frage: Hast Du Dir schon die Aufgaben für Deine erste Unterrichtsstunde überlegt?
Antwort: Ja. Die ersten Stunden sind bereits durchgeplant. Zu Beginn werde ich mit einer lockeren Aufwärmphase starten. Diese besteht aus einer Kennenlernrunde und der gemeinsamen Erstellung von Regeln, die für unseren Mathematik-Unterricht gelten sollen. Danach beginnen wir mit leichten Mathespielen zum Wiederholen der Inhalte des vergangenen Schuljahres und widmen uns dann in den nächsten Stunden schon knifflige Fermi-Aufgaben.

Interview führte Karin Wunsam

Auf dem Blog RosenheimInnFormativ gibt es auch noch die Mathe-Aufgabe, mit denen Julia ihren Unterricht beginnen wird. https://rosenheiminnformativ964131957.wordpress.com/2021/09/12/julia-dinner-stellt-sich-vor/

 

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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