Freizeit

Wander-Tipp: Schleierwasserfall im Wilden Kaiser

Der Schleierwasserfall, manchmal auch nur der “Schleier” genannt, ist ein überhängender Fels unterhalb der Maukspitze im Wilden Kaiser. Eigentlich sind es sogar zwei Wasserfälle, die in die Tiefe stürzen und besonders nach der Schneeschmelze oder nach Regentagen mit viel Wasser ein imposantes Schauspiel bieten.

Die Felswand bietet ein echtes Kletterdorado. An den 60 m hohen, überhängenden Felsen gibt es an die 200 Kletterrouten, die vom VII. bis zum Höchstschwierigkeitsgrad XI eröffnet wurden. Deshalb kann man hier auch bekannte Extremkletterer wie die Huberbuam, Markus Bendler, Adam Ondra oder Guido Unterwurzacher antreffen. Zwischen der Felswand und dem Wasserfall gibt es genug Platz für Wanderer. Bei guter Fernsicht reicht der Blick über die Kitzbüheler Alpen bis weit in den Alpenhauptkamm.

Die Wanderung zu dem reizvollen Wasserfall ist entweder auf Forststraße oder auf einem einfachen Bergsteig möglich. Lediglich 15 Minuten vor dem Ziel müssen wir die Forststraße verlassen und steigen auf einem Bergweg über ein paar Wurzeln und Steine zum Wasserfall. Dort angekommen, können wir Kletterer auf ihren spektakulären Routen beobachten. Es gibt genügend Sitzgelegenheiten, sogar eine Sitzbank, um sich auszuruhen, Brotzeit zu machen oder Fotos zu schießen. Für den Abstieg und zur Hütteneinkehr wählen wir den einfachen Wanderweg über die urige Graspoint-Niederalm.

Anfahrt:

Von Autobahnausfahrt Kufstein-Süd geht es nach Going, dort vor dem Stanglwirt links abbiegen. Beim nächsten Wegweiser rechts Richtung Ackerlhütte, dann über Egg und Wagner im Ortsteil Aschau bis zur Schranke beim Parkplatz Hüttling. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist der Parkplatz nicht erreichbar. GPS-Wegpunkt für’s Handy: N47 31.812 E12 21.279

Aufstieg / Abstieg:

Der Aufstieg ist nicht zu verfehlen. Ab dem Parkplatz folgen wir jeweils den Wegweisern zum Schleierwasserfall. Nach einer guten Stunde zweigt links der Steig zum Wasserfall ab. Über diesen gelangen wir in einer Viertelstunde zu unserem Ziel. Der Abstieg erfolgt auf dem gleichen Weg, bis wir nach 10 Minuten auf eine Gabelung auf 1019 m (“Harras Niedera-Futterstal”) stoßen. Hier verweist ein Schild in 10 Minuten zur Graspoint-Niederalm. Das Gelände ist stellenweise feucht, der Weg führt deshalb über Holzbretter. Die Alm lädt zu einer Brotzeit ein. Der Rückweg zum Parkplatz erfolgt über die Forststraße in 25 Minuten.

Informationen kompakt:

  • Schwierigkeit: leicht, Forststraße und kurzer, einfacher Bergweg
  • Dauer insgesamt: 3 – 4 Stunden
  • Höhenunterschied: 375 hm
  • Distanz: 6,3 km
  • Höchster Punkt: 1160 m
  • Einkehr: Graspoint-Niederalm, Tel. (0043) 664 88690750

GPS-Track zum Download unter www.roberge.de/tour.php?id=1194.

Text und Fotos: Reinhard Rolle

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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