Salzburg. Am 31. Januar um 19:30 Uhr und 1. Februar um 18 Uhr findet in der Großen Aula der Universität Salzburg ein Karnevalskonzert mit dem bayerischen Jung-Violinisten Erik Maier statt. Er ist 19 Jahre alt, studiert seit 2024 bei Julia Fischer an der Hochschule für Musik und Theater München und ist ein absolutes Ausnahmetalent. Unter der Leitung von Elisabeth Fuchs wird er gemeinsam mit der Philharmonie Salzburg Niccolò Paganinis „Karneval von Venedig“ zum Besten geben – ein Werk von atemberaubender Virtuosität, spritzig-artistischen Variationen und voller Humor.
Erik Maier ist Preisträger zahlreicher nationaler und internationaler Wettbewerbe. Dazu zählen der 1. Preis der Hamburg International Music Competition, ein Sonderpreis beim Internationalen Kloster Schöntal Wettbewerb sowie zahlreiche erste Preise beim Bundeswettbewerb Jugend Musiziert. Als Preisträger des Wettbewerbs der Deutschen Stiftung Musikleben spielt er eine Violine von Stefano Scarampella (1843-1925).
Gefragt, wie er sich für den Auftritt vorbereite, antwortete Erik, er habe – wie die meisten Geiger – den Zugang zu Paganini über seine 24 Capricen bekommen. Darin seien viele der Spieltechniken und akrobatischen Besonderheiten zu finden, die auch im „Karneval von Venedig” vorkommen. Der neben der Virtuosität enthaltene Humor und der spielerische Aspekt liege für den Virtuosen nicht nur in der Musik, sondern auch in seiner eigenen Haltung. Er sagt: „Ich finde, man sollte, obwohl man um jede Note kämpft und an seinem Spiel feilt, es trotzdem nicht aus den Augen verlieren, sich selbst nicht zu ernst zu nehmen, um der Musik eine spielerische Anmutung zu bewahren“.
Der Komponist Niccolò Paganini prägte die Ära der frühen Romantik mit seiner Fähigkeit mit den Tönen auf der Violine zu sprechen („suonare parlante“). Auf die Frage, ob die Geige auch bei ihm zum Sprachrohr werde, sagte er: „Ich denke, dass es ein gutes Bild ist, sich vorzustellen, durchlässig für die Musik zu werden und dafür zu sorgen, dass ihr spieltechnisch nichts im Wege steht“. Dass die Musik durch ihn und durch seine Geige spricht, solle aber nicht egozentrisch wirken, fügte der bescheidene Geiger hinzu. Außerdem auf dem Programm des karnevalesken Abends stehen Antonin Dvořáks spritzige Karneval-Ouvertüre, gefolgt von zwei lebhaften Ouvertüren von Johann Strauss und Hector Berlioz‘ feurige Ouvertüre zum Römischen Karneval, sowie Robert Schumanns Rheinische Symphonie.
Bericht: Brigitte Janoschka – Foto: David Aussenhofer – Erik Maier



