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Johann-Nepomuk-von-Kurz-Schule

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Im Ingolstädter Stadtteil Friedrichshofen-Dachsberg wird ein neues Schulzentrum für die städtische Mittelschule Mitte-West und die Johann-Nepomuk-Kurz-Schule des Bezirks Oberbayern entstehen. Den Beschluss des Ingolstädter Stadtrats begrüßte Bezirkstagspräsident Josef Mederer als „überzeugende gemeinsame Lösung“. Mederer sagte: „In einem gemeinsamen Schulzentrum können Kinder mit Behinderungen am Leben aller Schülerinnen und Schüler teilhaben. Das ist die beste Basis für Inklusion und Normalität.“

Die Johann-Nepomuk-von-Kurz-Schule des Bezirks Oberbayern ist derzeit im Kavalier Elbracht in Ingolstadt untergebracht. Die Schule für Kinder mit körperlichen Behinderungen hat seit längerem Platzprobleme. Der Bezirk plante deshalb zunächst einen zusätzlichen Neubau südlich des bestehenden Schulgebäudes.

Da diese Pläne aus verschiedenen Gründen nicht realisierbar waren, haben die Stadt Ingolstadt und der Bezirk Oberbayern mit dem geplanten Schulzentrum Friedrichshofen-Dachsberg die Karten neu gemischt. In dem Schulzentrum sollen die Johann-Nepomuk-von-Kurz-Schule und die Mittelschule Mitte-West in autarken Gebäuden eine neue Heimat finden. Die Bebauung der bestehenden Fläche soll bedarfs- und nutzerorientiert für die Bedürfnisse der beiden Schulen erfolgen. Das heißt, dass es gemeinsam genutzte Flächen geben wird, aber jeweils autarke Unterrichts- und Rückzugsräume für die Schülerinnen und Schüler der jeweiligen Einrichtungen. Die Leitung der Kurz-Schule wünscht sich zudem, ein Integrationscafé zu realisieren und die Mensa so zu platzieren, dass sie zur Begegnung zwischen allen Schülerinnen und Schülern einlädt.

Laut dem Stadtratsbeschluss werden die Stadt Ingolstadt und der Bezirk Oberbayern gemeinsam einen Planungswettbewerb für den Schulstandort vorbereiten. „Im Bezirk werden wir uns intensiv mit dem Neubau befassen“, erklärte Bezirkstagspräsident Mederer. „Wir freuen uns auf die gemeinsamen Planungen und die gute Zusammenarbeit mit den Vertretungen der Stadt Ingolstadt. Unser wichtigstes Ziel ist, für Schülerinnen und Schüler mit und ohne Behinderungen eine optimale, moderne und integrierte Lernumgebung zu schaffen. Der integrative Schul­standort Friedrichshofen-Dachsberg hat Modellcharakter.“ (cmy)

Informationen zur Johann-Nepomuk-von-Kurz-Schule

Die Kurz-Schule ist ein Verbund mehrerer Einrichtungen. Die Schule selbst besuchen derzeit 103 Kinder und Jugendliche mit Behinderungen in den Jahrgangsstufen 1 bis 10. Weitere sechs Kinder werden in einer Schulvorbereitenden Einrichtung gefördert. Darüber hinaus verfügt die Schule über eine Heilpädagogische Tagesstätte mit 63 Plätzen. Außerdem gibt es zwei Gruppen für den Offenen Ganztagsunterricht am Nachmittag. Alle Einrichtungen sind personell, konzeptionell und pädagogisch eng verzahnt. Deshalb ist es der ausdrückliche Wunsch der Schulleitung, dass sie in ein gemeinsames Gebäude des neuen Schulzentrums umziehen.

Bericht:Bezirk Oberbayern – Foto: Kinder beim Sportunterricht in der Johann-Nepomuk-von-Kurz-Schule

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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