Kirche

Fröhliches Glaubensbekenntnis bei 100 Jahre Patrona Bavariae

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Seit 100 Jahren gibt es in Bayern das Fest „Patrona Bavariae“. 1917 in der Regentschaft von Bayerns König Ludwig III. und gerade zu jener Zeit als in Fatima die Gottesmutter drei Hirtenkindern erschien, wurde das Land Bayern unter den Schutz der Heiligen Maria gestellt. Während Papst Franziskus in Fatima zugegen war, versammelten sich in München nach einer siebenjährigen Pilgerschaft die bayerischen Gläubigen an der Mariensäule am Marienplatz zusammen mit den bayerischen Bischöfen mit Kardinal Reinhard Marx an der Spitze.

Seit 2011 pilgern Gläubige jedes Jahr an einen Marienwallfahrtsort in einer bayerischen Diözese. Von allen sieben Diözesen und in München aus allen Himmelsrichtungen trafen nunmehr die Gruppen der Betenden mit festlicher Musik und mit ihren Fahnenabordnungen ein – ein außergewöhnliches und fröhliches Bild, das sich den zahlreichen Münchnern und ihren Gästen zeigte. Weihbischof Wolfgang Bischof von der Seelsorgesregion Süd als Beauftragter der Jubiläums-Wallfahrt mit dem Motto „Mit Maria auf dem Weg – Mitten im Leben“ hieß die große Pilgerschar mit ökumenischem Geist willkommen, unter ihnen waren -unter anderem- als oberster Vertreter des Hauses Wittelsbach Herzog Franz von Bayern, Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer, Landtagspräsidentin Barbara Stamm, Innenminister Joachim Herrmann sowie Münchens Bürgermeister Josef Schmid. Kardinal Marx begann den Gottesdienst mit den Worten: „Mit dem Heiligen Vater, der in Fatima weilt, sind wir im Zeugnis des Friedens verbunden. Erinnern wir uns daran, dass König Ludwig III mitten im Krieg die Bitte äußerte, Maria zur Patronin des wunderschönen Landes zu machen, seien wir mit Maria verbunden, sie lädt uns ein, auf Christus zu schauen“. In seiner Predigt sagte dann der Kardinal: „Die österliche Freude ist eine große Explosion des Glaubens, denn die Botschaft von Ostern sagt uns, dass ER lebt, ER ist lebendig, Er ist der Weg, ER ist die Wahrheit und Er ist das Leben“. Und zu Maria, der Mutter Gottes sagte er: „Kein Weg der Kirche kann ohne Maria gegangen werden, durch Maria lernen wir den Weg der Zuversicht, 100 Jahre Marien-Schirmherrschaft bedeuten Hoffnung für Leben, für die Politik, für die Wissenschaft und Wirtschaft, für die Kultur, für die Caritas, für die Flüchtlinge und für die Kranken“. In seinen weiteren Ausführungen bat Kardinal Marx, auf die Worte Marias zu hören, denn Gott ist ein Kind Mariens geworden und damit Bruder aller Menschen. Mit „100 Jahre Fatima“ und „100 Jahre Patrona Bavariae“ ist die Wallfahrt zu Ehren der Gottesmutter noch nicht zu Ende. „Diese Wallfahrt sowie unser Bitten, Beten und Danken gehen nie zu Ende, Maria geht immer mit uns“ mit diesen Worten und mit der Bitte „Heilige Mutter Gottes, Patrona Bavariae, bitte für uns jetzt und in der Stunde unseres Todes, segne das Land Bayern“ schloss Kardinal Marx die Predigt auf dem Marienplatz.  Die musikalische Gestaltung der Messfeier und Marienweihe an der Mariensäule übernahmen Chöre aus dem Diözesanverband der PUERI CANTORES , die Domsingschulen München und Freising, der Chor „Cantores iuvenes Sti. Sebastiani Ebersberg“, die Pfarrsingschule St. Martin-Germering, Domorganist Msgr. Hans Leitner an der Orgel, die Münchner Dombläser unter der Leitung von Benedikt Celler, Blaskapellen aus Ober- und Niederbayern sowie der Chor der Auferstehungsgemeinde in München und die Russische Orthodoxe Kirche (Moskauer Patriarchat) unter der Leitung von Maxim Matiuschenkov. Zum fröhlichen und farbigen Gesamtbild trugen die zahlreichen Fahnen-, Standarten- und Banner-Abordnungen der bayerischen Trachtler, der Gebirgsschützen sowie vieler kirchlicher Gemeinschaften bei, die aus allen bayerischen Landesteilen in die Mitte der Hauptstadt kamen. Das vom Wetter und weiß-blauem Himmel begünstigte Fest beeindruckte viele Zaungäste und Zuschauer, ein Gast aus Südamerika sagte in gutem Deutsch: „Wundervoll, wenn der Glauben so fröhlich und friedlich gezeigt wird, wäre es nur so überall auf der Welt“, und Helmut Trinkberger aus Erding, der sich wegen der S-Bahn-Stammstrecken-Sperrung die Übertragung vom Bayerischen Fernsehen daheim anschaute, meldete sich gleich hernach mit den Worten „Des war wieda a moi wos füas Herz!“.

Fotos: Hötzelsperger  – Eindrücke vom Jubiläum „100 Jahre Patrona Bavariae“ auf dem Marienplatz in München

Nähere Informationen:  www.patrona.bavariae.info/

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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