Wirtschaft

Besuch beim Solarpark Schornhof

In diesem Jahr ging der aktuell größte Solarpark in Bayern ans Netz. Die komplette Fertigstellung des Solarparks Schornhof auf 140 Hektar Fläche mit 100 MW Leistung ist laut Andreas Klier von der Betreiberfirma Anumar zeitnah geplant. Pro Jahr werden durch die Photovoltaik Module über 110 GWh Sonnenstrom erzeugt, das entspricht dem Strombedarf von mindestens 30.000 Haushalten. Rund 76.800 Tonnen CO2 werden dadurch jährlich eingespart. Es gibt auch schon Anfragen zur Erweiterung der Anlage von benachbarten Grundstücksbesitzern. Die ersten Planungen des Solarparks gehen ins Jahr 2010 zurück. Zwischenzeitlich wurde die Errichtung von Freiflächen PV Anlagen politisch verhindert, bis die Bayerische Staatsregierung den Ausbau von PV auf der Fläche wieder vorantrieb. Kürzlich bekamen der Betreiber und die Gemeinde Berg im Gau die Auszeichnung “Gestalter im Team Energiewende Bayern” für das Projekt überreicht.

Der Solarpark Schornhof fügt sich sehr schön ins Landschaftsbild der Gemeinde Berg im Gau. Die Landwirte vor Ort sehen eine willkommene Einkommensalternative auf ihren Flächen, die durch die hohen Niederschläge in diesem Jahr sehr stark vernässt sind. Die Ernte der Kartoffeln ist auf vielen Flächen gar nicht möglich, in einigen Getreidefeldern im Donaumoos sind tiefe Fahrspuren zu erkennen. Den Modulen der Solarstromanlage macht die Nässe aber nichts aus.

Das Umspannwerk, das extra für diese Anlage errichtet wurde, ist die einzige versiegelte Fläche des Solarparks. Alle Halterungen der Module wurden in den Boden gerammt und können nach Nutzungsende wieder komplett entfernt werden. Es wurde mit einer Nutzungsdauer von 30 Jahren geplant. Die Flächen werden zwei Mal jährlich gemäht und bieten Lebensraum für eine Vielzahl von Tieren und Pflanzen.

Die Besuchergruppe der ELF konnte sich einen guten Einblick ins Thema Freiflächen PV verschaffen.

Bericht und Bilder: Michael Hamburger, Stv. ELF Bezirksvorsitzender Obb.

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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