Natur & Umwelt

Vogelgrippe im Landkreis Rosenheim

Veröffentlicht von Toni Hötzelsperger

Bei einer verendeten Lachmöwe ist am 5. November 2025 erstmals die hochpathogene Vogelgrippe im Landkreis Rosenheim nachgewiesen worden. Seitdem wurden insgesamt 14 tote Wildvögel – überwiegend Wasservögel, Greifvögel und Krähen – im Landkreis auf das Virus vom Subtyp H5N1 untersucht. Bei insgesamt sechs Vögeln wurde das Vogelgrippe-Virus bestätigt. Konkret handelt es sich um vier Graugänse, eine Stockente und einen Höckerschwan aus den Gemeinden Breitbrunn am Chiemsee, Prien am Chiemsee, Ramerberg und Wasserburg am Inn (Stand 24.11.2025).

Das Friedrich-Löffler-Institut hat am 6.  November eine Risikobewertung zur Vogelgrippe veröffentlicht. Demnach wird das Risiko für die Einschleppung, die Ausbreitung und die Verschleppung von Vogelgrippe-Viren in wild lebenden Wasservogelpopulationen in Deutschland als hoch eingestuft. Ebenfalls hoch ist das Risiko, dass das Virus in Geflügelbetriebe und zoologische Einrichtungen durch direkten oder indirekten Kontakt mit Wildvögeln eingeschleppt wird.

Nach Einschätzung des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz ist eine allgemeine Aufstallungspflicht für Geflügel derzeit aber noch nicht erforderlich. Aufgrund der weiterhin hochdynamischen Seuchenlage bei Wildvögeln und der steigenden Anzahl verendeter Tiere erhöht sich die Gefahr des Eintrags in Nutzgeflügelbestände. Tierhalter sind daher dringend dazu aufgerufen, die bekannten Verbeugungs- und Sicherheitsmaßnahmen zu treffen, um ihre Haus- und Nutzgeflügelbestände vor dem Virus zu schützen.

Bericht: LRA Rosenheim – Foto: Hötzelsperger

 



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Toni Hötzelsperger

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