Mit 99 Jagdgenossen und Begleitung war die Generalversammlung der Jagdgenossenschaft Übersee mit anschließendem Rehessen im Saal des Gasthof D´Feldwies sehr gut besucht. Jagdvorsteher Stefan Steffl freute sich, dass auch Ortsbäuerin Christa Pfisterer und Förster Florian Demml von den Bayerischen Staatsforsten anwesend waren, auch dass nach einem Termin Bürgermeister Herbert Strauch später dazu kam.
Zu Beginn schilderte Jagdvorsteher Steffl drei Wildschäden im Gemeindegebiet, die von einem Gutachter beurteilt wurden. Nach einem Schlichtungsgesprächen mit allen Beteiligten konnte der Schaden reguliert werden. Steffl informierte, dass Thomas Steiner zum neuen Datenschutzbeauftragten der Genossenschaft ernannt wurde.
Der Jagdvorsteher hatte im Dezember an einer Drückjagd mit rund 50 Teilnehmern im Revier von Xaver Stephl teilgenommen, um einen Einblick in das Revier zu bekommen. Bei der Jagd sei kein einziger Schuss gefallen. Steffl regte einen runden Tisch an, um der unerträglichen Situation durch die immer mehr werdenden Schadwildarten, vor allem Wildschweinen, entgegenzuwirken. Ein großes Problem sei auch die große Zahl von Wildgänsen, deren Kot die Beweidung und Bewirtschaftung von Wiesen oft unmöglich mache.
Vor dem detaillierten Kassenbericht von Irmi Dechant trug Schriftführer Franz Steiner den Bericht über die Jahreshauptversammlung vom Vorjahr vor. Den Kassenbericht, der ein Gesamtguthaben von rund 8800 Euro aufwies, hatten die Kassenprüfer Martin Gramelsberger und Josef Pfisterer geprüft, so dass die Vorstandschaft einstimmig entlastet wurde.
Dann trugen die Jagdpächter der drei Reviere ihre Streckenlisten vor, das heißt alle in der Saison erlegten Tiere, nach Arten getrennt. Förster Florian Demml informierte auch über die Strecke der Staatsforste im Bereich Seemündung, um die Zusammenarbeit der Reviere besser aufzuzeigen. Besonders erwähnte er, dass der „körperliche Nachweis“ über die Strecken, das heißt die genaue Dokumentation der erlegten Tiere durch Fotonachweis, sehr gut funktioniere.
Die Versammlung beschloss weiter, dass der diesjährige Jagdschilling dreifach verwendet wird, 500 Euro für den Krankenpflegeverein, 600 Euro für die Bäuerinnen und 700 Euro für die Kitzrettung. Weiter sollen 2500 Euro für die Neuanschaffung eines Viehanhängers zurückgelegt werden. Weil der Forstpflanzenschutz gut angenommen wurde, wird er ebenfalls auf 2500 Euro erhöht. Im Jahr 2026 soll außerdem der Boden des Viehanhängers ausgetauscht werden.
Das Foto zeigt Jagdvorsteher Stefan Steffl bei der Generalversammlung der Jagdgenossenschaft im Saal des Wirtshaus D´Feldwies.
Bericht und Foto: Christiane Giesen



